„Bin nicht mehr dieselbe Person” Nusa über die Traum-WM und Wechselgerüchte
Mit Antonio Nusa ist der letzte WM-Teilnehmer von RB Leipzig in die Vorbereitung eingestiegen. Doch ob der 21-Jährige auch tatsächlich in Leipzig bleibt, ist offen. Auf Nachfrage wich er aus.

Saalfelden – Die Erinnerungen an seinen WM-Sommer zauberten Antonio Nusa ein dickes Grinsen ins Gesicht. Der Norweger stieß am Mittwoch nach seinem Urlaub als letzter Leipziger zum Team. Nach seinem ersten kompletten Training mit der Mannschaft berichtete er von seinen Erlebnissen, als er mit Außenseiter Norwegen bis ins Viertelfinale vordrang und knapp an England scheiterte.
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„Der schönste Sommer meines Lebens”
„Das war der schönste Sommer meines Lebens. Ich hätte nie gedacht, dass das passieren kann, aber dass ganz Norwegen so vereint war, war verrückt”, berichtete er noch immer staunend. „Ich bin dankbar, Teil dieser Geschichte gewesen zu sein und habe jeden einzelnen Moment genossen.”
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Das WM-Erlebnis sei „schwer in Worte zu fassen, es war das Verrückteste, was ich jemals miterleben durfte”. Im Sechzehntelfinale gegen die Elfenbeinküste und Yan Diomande hatte Nusa das 1:0 erzielt (39.). „WM zu spielen, ist großartig und dann auch noch in einem K.o.-Spiel zu treffen, ist unglaublich. Das sind unglaublich viele Emotionen, die ich verarbeiten musste”, schwärmte der 21-Jährige. „Ich bin nicht mehr dieselbe Person wie vor zwei Monaten, als wir uns auf den Weg nach Amerika gemacht haben. Dieser Sommer hat mich als Person reifen lassen.”
Nusa antwortet ausweichend
Doch ob es für ihn auch tatsächlich bei RB Leipzig weitergeht, ist noch offen. Die AS Rom bleibt laut Gazzetta dello Sport hartnäckig und bietet 60 bis 65 Millionen Euro für Nusa. „Ich bin hier und habe Spaß im Trainingslager, ich schaue nicht auf die Gerüchte, bin glücklich hier und habe gute Leute um mich herum”, kommentierte Nusa.
Auf Nachfrage, ob er diese Saison definitiv für RB auflaufen werde, wich er aus und antwortete: „Ich bin gerade hier, das ist das einzige, was ich sagen kann. Im Moment genieße ich jeden Augenblick. Ich kann nicht über das sprechen, was in ein, zwei oder drei Jahren passieren könnte.” Eine sehr vage Aussage, mit der sich „Toni” zumindest ein Hintertürchen offen lässt. Konkrete Saisonziele mochte er nicht nennen. „Ich will Spaß haben, die Zeit mit dem Team genießen, guten Fußball spielen und den nächsten Schritt machen.”
Wann zeigt Nusa sein volles Können?
Falls Nusa tatsächlich gehen sollte, wäre das höchst bedauerlich, denn nach zwei Jahren in Leipzig hat man höchstens einen Bruchteil dessen, wozu der Edeltechniker imstande ist, gesehen. Auf den großen Durchbruch wartet er in Leipzig noch. Doch vielleicht lohnt das Warten. Bei Christopher Nkunku etwa dauerte es auch zwei Jahre, eher der Franzose so richtig durchstartete und zum Topscorer wurde.