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Nicht mehr schüchtern: Dayot Upamecano will sich beim FC Bayern durchsetzen

Von (RBlive/msc) 10.03.2021, 10:44
Dayot Upamecano hat beim FC Bayern München unterschrieben.
Dayot Upamecano hat beim FC Bayern München unterschrieben. imago/Sportfoto Rudel

Dayot Upamecano hat genug Selbstbewusstsein, sich im kommenden Sommer beim FC Bayern München durchsetzen zu wollen. Im Interview mit France Football sprach der Franzose auch über seine Kindheit.

Dayot Upamecano spielt für die Familie

Rückblickend wünsche er sich nichts anderes. "Wenn ich von vorne anfangen müsste, würde ich überhaupt nichts ändern. Es gab zwar Dinge, die wir nicht hatten, wie eine PlayStation, aber wir waren glücklich", so Upamecano über seine Jugend in Evreux. Schon immer habe er Profifußballer werden wollen, auch um seiner Mutter etwas zurückzugeben. "Sie hat immer auf den Märkten gearbeitet, ich sah sie in der Kälte kämpfen." 

In seiner Karriere hatte er bereits einige Entscheidungen zu treffen, wobei er seine Familie stark einbezieht. Das gilt insbesondere für seinen frühen Wechsel nach Salzburg. Zwar habe er als damals 16-Jähriger zuvor viel von seinem künftigen Klub erfahren, dennoch fühlte er sich bei Ankunft in Österreich unvorbereitet. "In Wahrheit wusste ich vorab überhaupt nichts. Am Ende nach ich das Flugzeug nach Salzburg und war vor Ort von allem eingeschüchtert!" Ralf Rangnick zählte dort aber schon zu seinen Mentoren, auf seine Ratschläge hat sich Upamecano immer verlassen können.

Upamecano: "Das ist erst der Anfang"

Mittlerweile ist er 21 Jahre alt und hat vier Jahre davon bei RB Leipzig in der Bundesliga gespielt, beinahe von Beginn an als Stammkraft. Seine Art beschreibt er heute daher anders. "Ich bin nicht schüchtern, ich bin ruhig. Das sind zwei völlig verschiedene Dinge. Ich nehme mir gerne Zeit, beobachte, mache einen Schritt zurück, sehe, was zuerst passiert, denke nach, höre zu. Ich bin nachdenklich, ich höre gerne zu, bevor ich spreche", so Upamecano.

So gehe es ihm auch in der Nationalmannschaft. "Mit 21 Jahren zu den Weltmeistern berufen zu werden ist sehr emotional. Aber ich bin mit viel Ruhe und Demut aufgetreten." Die Europameisterschaft in diesem Jahr ist sein Ziel. "Ich werde alles dafür tun." Für die Arbeit mit Julian Nagelsmann gilt wie wohl für seine ganze Karriere, die noch vor ihm liegt, ob beim FC Bayern oder für Frankreich: "Das ist gerade erst der Anfang, ich habe noch nichts erreicht."