RB Leipzig

"Nicht mehr zumutbar": Stefan Ilsanker über Hate-Speech auf Instagram

Von (RBlive/msc) 28.05.2020, 11:12
Stefan Ilsanker sah sich nach dem 3:3 gegen den SC Freiburg wüsten Beschimpfungen ausgesetzt.
Stefan Ilsanker sah sich nach dem 3:3 gegen den SC Freiburg wüsten Beschimpfungen ausgesetzt. imago/Poolfoto

Stefan Ilsanker wechselte nach über vier Jahren RB Leipzig im Winter zum Ligakonkurrenten Eintracht Frankfurt. Die Mannschaft von Adi Hütter steht nach wettbewerbsübergreifend sieben Spielen ohne Sieg stark in der Kritik der Fans, die dem Österreicher aber jetzt zu weit ging.

Ilsanker macht seinem Ärger Luft über Instagram

"Vielen, vielen Dank für die vielen positiven Rückmeldungen", lässt Ilsanker die Fans und Follower in seiner aktuellen Instagram-Story wissen. Zuvor hatte er seinem Ärger Luft gemacht über Beleidigungen, die nach dem 3:3 gegen den SC Freiburg an ihn gerichtet wurden. Der mittlerweile gelöschte Post eines Users ging weit unter die Gürtellinie. 

"Menschenverachtende Hassparolen" nicht mehr hinnehmbar

"Ich bin es satt. Das ist eine nicht hinnehmbare Zumutung", so Ilsanker in seiner Replik auf den User. "Hassparolen und Beleidigungen dieser Art sollten weder in den sozialen Medien noch auf der Straße geduldet werden. Das ist menschenverachtend." Auf Instagram teilt Ilsanker regelmäßig auch Dinge aus dem Privatleben. Der Österreicher ist ein großer Kunstfan und postet gerne mal Bilder von seinen Museumsbesuchen.

Ilsanker legte sich mit Eintracht-Fans an

Bei seinem Wechsel nach Hessen hatte er zunächst einen schweren Stand, da er nach einem Spiel zwischen RB Leipzig und Eintracht Frankfurt die Gästefans anging. "Warum man so dumm ist und 8 Millionen Tennisbälle reinwirft, verstehe ich nicht", hatte er 2018 über die Proteste gegen die Montagsspiele gesagt. Der bei RB-Fans unbeliebte frühere Augsburger Martin Hinteregger allerdings konnte seinen Kumpelüberzeugen, ihm nach Frankfurt zu folgen.

Nach seiner Unterschrift bei den Adlern ging Ilsanker auf Schmusekurs mit den Anhängern und entschuldigte sich für die gewählten Worte. Heute sagt er: "Ich bin richtig stolz, Teil von euch zu sein und hoffe, dass wir jetzt die nächsten Spiele wieder richtig anschreiben, drei Punkte holen und da unten rauskommen."