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  5. Norwegen besiegt Brasilien: Nusa feiert Sensations-Sieg bei WM in den USA

Überraschung im Achtelfinale Ex-RB-Mann wird zum Helden: Nusa wirft mit Norwegen Brasilien aus der WM

Norwegen hat bei der WM für eine dicke Überraschung gesorgt und im Achtelfinale Brasilien besiegt. Mittendrin waren auch aktive und ehemalige Spieler von RB Leipzig.

06.07.2026, 09:13
Antonio Nusa von RB Leipzig steht mit Norwegen überraschend im Viertelfinale der WM.
Antonio Nusa von RB Leipzig steht mit Norwegen überraschend im Viertelfinale der WM. (Foto: imago/Bildbyran)

East Rutherford/sid - Erling Haaland ging an der Seitenlinie grinsend in die Knie, dann sprangen seine Mitspieler auf ihn zu und fielen ihm um den Hals: Der unaufhaltsame Torgigant hat die stolze Fußballnation Brasilien in tiefe Trauer gestürzt und Norwegens Nationalteam zum größten WM-Erfolg seiner Geschichte geführt.

Durch das 2:1 (0:0) gegen den Rekordweltmeister erreichten die Skandinavier erstmals überhaupt das Viertelfinale und unterstrichen ihren Status als "Angstgegner" der Selecao.

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"Das ist das größte Spiel in der norwegischen Fußballgeschichte. Ich hoffe, wir haben viele Jugendliche inspiriert. Ich habe gewusst, dass ich meine Chancen bekomme und geduldig darauf gewartet", sagte Haaland nach seinem Doppelpack (79. und 90.). Antonio Nusa von RB Leipzig stand in der Startelf, wurde aber zur Pause ausgewechselt - ebenso wie Ex-RB-Stürmer Alexander Sörloth.

Viele Ex-RB-Spieler bei Norwegen - Brasilien auf dem Feld

Norwegen bleibt die einzige Nation, gegen die Brasilien schon gespielt, aber in fünf Partien noch nie gewonnen hat. Nicht zuletzt, weil Bruno Guimaraes (14.) in East Rutherford einen Foulelfmeter vergab. Der Anschluss durch einen weiteren Strafstoß, den Neymar verwandelte (90.+10), kam zu spät.

"Unerklärlich, was da passiert ist. Wir hatten Chancen, einen Elfmeter, den wir nicht verwandelt haben. Wir wissen nicht, was geschehen wird", sagte Brasiliens Marquinhos und bat sogleich darum, "dass die Fans mit uns Geduld haben. Dass wir nicht so weiterspielen können, ist klar. Wir müssen uns bei allen entschuldigen, dass wir es heute nicht geschafft haben. Wir haben vier Jahre bis zur nächsten WM und hoffen dann, dass wir da gewinnen."

Dafür feierten die norwegischen Medien das "Erdbeben" (Dagbladet) überschwänglich. "HALLELUJA. Wir haben Brasilien besiegt. Das norwegische Fußballabenteuer erreicht ungeahnte Höhen und die ganze Welt fiebert mit", schrieb die Zeitung Aftenposten. "Wow. Das ist eine wundervolle Geschichte. Es gibt zwei Helden des Spiels: Haaland und Torhüter Nyland", lobte auch Magenta-Experte Jürgen Klopp. Nyland stand auch schon bei RB unter Vertrag, ebenso wie Brasiliens dieses mal tor- und glückloser Stürmer Mateus Cunha.

Während das WM-Abenteuer für Haaland am Samstag in Miami mit einem Duell mit Co-Gastgeber Mexiko oder England weitergeht, verlängert sich die Leidenszeit der brasilianischen Anhänger von 24 Jahren ohne WM-Titel. Es ist das schlechteste Abschneiden eines brasilianischen Teams seit 1990.

Brasilien kann Erling Haaland nicht stoppen

Die Brasilianer von Trainer Carlo Ancelotti hatten sich fest vorgenommen, ihren Europa-Fluch zu brechen. Seit dem bis dato letzten WM-Triumph 2002 gegen Deutschland gewann die Selecao in der K.o.-Phase gegen keinen europäischen Gegner mehr. Für das Duell mit Norwegens Urgewalt im Sturm legte sich Ancelotti jedoch keinen "Anti-Haaland-Plan" zurecht.

Der italienische Coach vertraute seiner Mannschaft, die allerdings einen schlechten Start erwischte. Der Treffer des Norwegers Patrick Berg zählte zwar aufgrund einer Abseitsstellung nicht (3.), Guimaraes scheiterte dafür mit einem schwachen Strafstoß an Örjan Nyland. Kristoffer Ajer hatte Matheus Cunha von den Beinen geholt, Schiedsrichter Ismail Elfath (USA) benötigte die Videobilder, um auf den Punkt zu zeigen.

Neymar saß zunächst einmal mehr auf der Bank, Raphinha nach zweiwöchiger Verletzungspause dagegen wieder. Sie sahen eine dominante Selecao, die durch ihren Starangreifer Vinicius Júnior (40.) eine weitere Chance vergab, aber auch gefährliche Konter Norwegens, bei denen Martin Ödegaard (35.) und Haaland sich annäherten (37.). Alisson Becker reagierte dazu stark bei der besten Gelegenheit der Skandinavier durch Ödegaard (45.+3).

Norwegen fand immer besser ins Spiel, obwohl in Alexander Sörloth der bis dahin auffälligste Spieler zur Pause in der Kabine geblieben war. Ancelotti reagierte auf die Probleme seines Teams und brachte zunächst Jungstar Endrick, der bei seiner ersten Aktion die Riesenchance zur Führung liegen (59.) ließ, und etwas später Altstar Neymar. Die Fans tobten.

Die Kontrolle wechselte in einer mitunter rasanten Partie immer wieder die Seite. Der starke Nyland parierte gegen Gabriel (62.), dafür verpasste Haaland (67.) auf der Gegenseite eine Hereingabe nur knapp. Nach einer Flanke war er spät aber zur Stelle und erzielte seinen sechsten WM-Treffer. Brasilien drängte nun, doch Nyland lenkte kurz vor dem Ende eine verunglückte Bogenlampe von Ajer an den Pfosten (85.). Auf der anderen Seite sorgte Haaland mit einem satten Flachschuss für die Entscheidung.