RB Leipzig

Oliver Burke marschiert weiter – Hasenhüttl glaubt an ihn

08.06.2017, 11:45
Oliver Burke.
Oliver Burke. imago/Sportimage

Oliver Burke hat zugegeben, sehr enttäuscht gewesen zu sein, dass er nicht mit der schottischen Nationalelf am Wochenende gegen England antreten darf. Stattdessen agiert er aktuell als Kapitän der schottischen U20-Mannschaft beim Toulon Tournament.

Oliver Burke kämpft weiter

„Ich bestreite nicht, dass ich anfangs am Boden zerstört war nach der Nachricht, dass ich aus dem Team bin. Aber das ist Teil des Fußballs. Du musst dich wieder aufrichten und weiter marschieren.“ So der Schotte im Kicker (Print) vom Donnerstag.

Die erste Bundesliga-Saison bei RB Leipzig verlief für Oliver Burke auch durchwachsen. „Er ist ein Spieler mit augenscheinlichen Qualitäten, der aber einige Defizite mitgebracht hat“, meint Ralph Hasenhüttl ebenfalls im Kicker. Die Stärken im Sprint mit dem Ball am Fuß könne er in Leipzig nicht mehr so gut einbringen, weil es nicht viele Gelegenheiten dafür gebe.

Ralph Hasenhüttl glaubt an Burkes Zukunft

„Er hat bislang noch nicht das bewiesen, was man sich am Anfang vorgestellt hat“, urteilt der Trainer entsprechend, hat die Hoffnung aber noch nicht aufgegeben. „Aber ich glaube: Wenn seine Qualitäten richtig zum Tragen kommen, werden wir noch viel Freude an ihm haben.“ Der lange Anpassungsprozess an den Kombinationsfußball bei RB sei letztlich nur „logisch“. Zudem komme ein Verkauf oder eine Leihe derzeit nicht in Frage.

Seine Qualitäten kann Oliver Burke heute ab 17 Uhr im Halbfinale des Toulon Tournament gegen England wieder zeigen. In den ersten zwei Gruppenspielen gegen Tschechien und Brasilien war er an allen drei schottischen Toren beteiligt und schoss zwei selbst und bereitete eins vor.

England mit Angst vor Oliver Burke?

Zuletzt musste er allerdings gegen Indonesien mit Sprunggelenksproblemen aussetzen. Gegen England ist er nun wieder mit dabei und soll zur Waffe werden. Teamkollege Alex Iacovitti glaubt, dass die Engländer „Angst haben“ vor Burke und dessen Qualitäten.

Burke habe sich seit seiner Zeit bei Nottingham Forest technisch verbessert und wisse nun, wann er mit dem Ball sprinten kann und wann nicht. Fortschritte, die seinem Trainer Hasenhüttl offenbar noch nicht weit genug, aber in die richtige Richtung gehen.