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  5. Pyro bei RB-Champions-League-Duell in Como: Diese Uefa-Strafe droht

Nach 1:4-Niederlage Fackeln in Como: So teuer wird die Fanblock-Pyro für RB

RB Leipzig droht nach dem 1:4 in Como die nächste Rechnung. Wegen der Pyroshow im Fanblock muss der Klub mit einer Uefa-Strafe rechnen.

12.09.2026, 05:36
Fans von RB Leipzig zünden Pyro während des Champions-League-Spiels gegen Como 1907
Fans von RB Leipzig zünden Pyro während des Champions-League-Spiels gegen Como 1907 Foto: Jan Woitas/dpa

Leipzig/hen – Sportlich war der Champions-League-Auftakt bei Como 1907 für RB Leipzig mit dem 1:4 schon teuer genug. Das Ende der Rechnung für den Ausflug über die Alpen wird die Pleite aber nicht gewesen sein. Im Leipziger Gästeblock wurden während des Spiels mehrmals Pyro gezündet. Damit muss Rasenballsport mit einem Verfahren der Uefa und einer Geldstrafe rechnen.

500 Euro pro Fackel

Wie hoch diese ausfällt, hängt vor allem davon ab, wie viele Fackeln der Uefa-Delegierte registriert hat. Der europäische Verband hat für Pyrotechnik einen ziemlich klaren Strafenkatalog: Beim ersten Verstoß werden 500 Euro pro gezündetem Gegenstand fällig. Bei einem erneuten Vergehen innerhalb von zwei Jahren steigt die Strafe.

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Für RB dürften die Fackeln in Como dabei als Erstvergehen gewertet werden. Zwar ist Pyrotechnik bei Europapokalreisen der Leipziger kein völlig neues Phänomen. Schon beim Europa-League-Spiel bei RB Salzburg im November 2018 stieg roter Rauch aus dem Leipziger Block. Damals wurden nach Fanangaben zwei Pyroartikel im Stadion und weitere auf dem Fanmarsch gezündet. Der damalige Geschäftsführer Oliver Mintzlaff kündigte ein hartes Vorgehen gegen die Verantwortlichen an.

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Pyro bei RB vor allem ein Auswärtsthema

Der Fall liegt allerdings fast acht Jahre zurück und damit weit außerhalb der zweijährigen Uefa-Frist für Wiederholungstäter. Sollte der Bericht aus Como beispielsweise zehn gezündete Fackeln enthalten, läge die Standardstrafe damit bei rund 5000 Euro. Bei 15 wären es 7500 Euro. Zusätzliche Sanktionen kämen in Betracht, wenn Pyrotechnik geworfen wurde oder das Spiel beeinträchtigt wurde, was in Como aber nicht der Fall war.

Im deutschen Fußball hat sich das Thema bei RB in den vergangenen Jahren deutlich verschärft. Dabei gibt es eine Besonderheit: Im eigenen Stadion blieb die Leipziger Heimkurve bislang pyro-frei, auswärts dagegen wird mittlerweile in guter Regelmäßigkeit gezündelt. Klubchef Johann Plenge bezeichnete das Pyro-Verbot zuletzt als „rote Linie“. RB begründet seine Haltung mit dem Anspruch einer familienfreundlichen Fankultur.

Eskalation gegen Frankfurt

Wie teuer Auswärts-Pyro werden kann, zeigten allein die Jahre 2023 und 2024. Beim Pokalfinale 2023 gegen Eintracht Frankfurt zündeten RB-Fans unter anderem Rauchtöpfe, Blinker und Bengalische Feuer, zudem wurden Raketen in Richtung Spielfeld geschossen. Der DFB setzte zunächst 36.900 Euro an, reduzierte die Strafe nach einem Einspruch und wegen der Bemühungen des Klubs um Täterermittlung schließlich auf 18.450 Euro.

Im April 2024 brannten Leipziger Anhänger in Heidenheim 25 Fackeln ab. Weil RB anschließend 13 Täter identifizierte, reduzierte der DFB die eigentlich fällige Strafe um 75 Prozent auf 7500 Euro. Einen Monat später sorgten mindestens acht Rauchtöpfe in Frankfurt sogar für eine achtminütige Unterbrechung. Kostenpunkt für RB nach Täterermittlung: 12.000 Euro.

Streit zwischen Klub und Fanszene

Der Streit darüber beschäftigt Klub und aktive Fanszene bis heute. In der Saison 2024/25 wurden unter anderem in Bremen, Berlin und Heidenheim Pyros gezündet. 14.500 Euro an DFB-Strafen wollte RB auf beteiligte Anhänger umlegen. Teile der Fanszene warfen dem Klub daraufhin „Einschüchterung“ vor und erklärten, am „Stilmittel“ Pyrotechnik festhalten zu wollen. Im Oktober 2025 folgte beim Pokalspiel in Cottbus bereits die nächste große Pyroaktion.

Mit den Fackeln von Como ist der Konflikt nun wieder im Europapokal angekommen. Finanziell dürfte die Rechnung der Uefa für RB überschaubar bleiben. Politisch innerhalb der eigenen Fanszene ist das Thema deutlich größer.