RB Leipzig

Ralf Rangnick kontert Vorwürfe nach Kritik an Keitas Umfeld

27.07.2017, 17:21
RB Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick und Naby Keita kennen und schätzen sich.
RB Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick und Naby Keita kennen und schätzen sich. imago/Christian Schroedter

Am Rande des Internationalen Trainerkongress in Bochum kommentierte der RB-Sportdirektor die anhaltenden Gerüchte um Naby Keita. Rangnick kritisierte des Umfeld für die Wechselgedanken von Spielern, will aber mit seinem Dorf-Vergleich nicht Keita konkret gemeint haben. Auch englische Medien hatten zuvor berichtet.

Twitter-Diskussion um Rangnicks Aussagen

Seine Worte brachten nun eine Diskussion auf Twitter ins Rollen. Unter dem Titel #RacistRangnick unterstellen einige User dem Sportdirektor rassistische Tendenzen in seiner Aussage. Die kommen hauptsächlich aus dem Umfeld des FC Liverpool. Wo man bekanntlich momentan schlecht zu sprechen ist auf die Sachsen und insbesondere deren Sportdirektor. Denn Naby Keita selbst will in dieser Saison bei RB Leipzig bleiben und würde unabhängig davon trotz mehrfacher Angebote nicht ziehen gelassen.

Der englische Sky-Reporter Kaveh Solhekol stellte zur Debatte, dass Ralf Rangnick die Heimat von Emil Forsberg nicht mit einem Dorf verglichen hätte.

Aber auch in seiner Heimatstadt Conakry führte die Aussage zu Irritationen. Das Onlinemagazin Conakrysports titelte „Für Leipzigs Präsident ist Guinea ein Dorf.“ Abgesehen davon, dass man hier über die Position von Rangnick im Verein ebenfalls nicht sonderlich informiert ist: Conakry hat gut eine Millionen Einwohner mehr als Leipzig. Hat Ralf Rangnick also ein falsches Bild von der Heimat seines feinfüßigen Mittelfeldstars? Mitnichten, stellt er in Seefeld klar.

Ralf Rangnick über sein Verhältnis zu Naby Keita

Ralf Rangnick nahm im Trainingslager nochmal zu seinen Aussagen Stellung. „Ich kenne Naby vom allerersten Tag an, als er nach Salzburg kam. Wir haben deshalb eine sehr enge Beziehung, auch zu seinem Berater. Wir sind in vertrauensvollem Austausch. Genau das habe ich in meinem Vortrag in Bochum auch gesagt.“ Stattdessen bezogen sich seine Aussagen auf andere, eigene Erfahrungen.

„Bei vielen Spielern mit afrikanischem Backround, und davon habe ich eine Menge kennengelernt, gibt es einen Clan und manchmal ein ganzes Dorf, dass mit Hilfe eines Spielers sich ernährt. Und dass es dort Menschen gibt, die verlangen, dass er wechseln muss, das ist so.“ Dass er Guinea als Dorf bezeichnet habe, sei abwegig. „Glauben Sie mir, meine Geographie-Kenntnisse reichen aus, um Guinea von Afrika unterscheiden zu können.“ Vor allem war ihm wichtig, dass Naby Keita wisse, wie es gemeint war. „Er weiß, dass ich ihn sehr schätze.“