RB Leipzig

Ralf Rangnick: „Natürlich wollen wir als Sportler das Optimum“

23.05.2017, 09:57
So war es vor einem Jahr: Ralf Rangnick freut sich mit Trainer Ralph Hasenhüttl über den Sieg in Berlin und die Champions League.
So war es vor einem Jahr: Ralf Rangnick freut sich mit Trainer Ralph Hasenhüttl über den Sieg in Berlin und die Champions League. imago/Matthias Koch

Ralf Rangnick hat die ganz großen Träume von Titeln mit RB Leipzig durchaus im Hinterkopf. „Ich habe gelernt, dass man sich bei allem Sinn für die Realitäten nicht beschränken sollte. Und, ja, natürlich wollen wir als Sportler ans Optimum“, antwortet er im Interview mit der LVZ auf die Frage, ob RB künftig auch Meister oder Champions-League-Sieger werden könnte.

Dabei geht er auch von den Erfahrungen in der aktuellen Spielzeit aus. Vor der Saison habe er mit dem Erfolg nicht rechnen können. „Ich bin zwar unverbesserlicher Optimist und wusste, dass wir eine gute Truppe haben. Aber dass wir Zweiter werden, kam für mich genau so überraschend wie für alle anderen auch.“

Ralf Rangnick wäre auch mit Platz 10 in der Bundesliga zufrieden

Allerdings geht der Sportdirektor nicht davon aus, dass man diesen Erfolg in der Bundesliga sofort wiederholen kann. Wenn man in der kommenden Saison in der Champions League unter die besten Acht und in der Bundesliga Zehnter werden würde, würde er dies sofort „unterschreiben“.

Dass die Mannschaft sich angesichts der Doppelbelastung bzw. Dreifachbelastung („Übrigens wollen wir auch im DFB-Pokal weiter kommen als 2016.“) zurücknehmen könnte, glaubt Ralf Rangnick nicht. „Unsere Spieler haben eine fantastische Mentalität. Der Wille, in jedem Spiel ans Limit zu gehen, hat uns weit gebracht. Und wenn wir an unser Limit kommen, werden wir auch in der Champions League für Aufsehen sorgen können.“

Explosion der Gefühle in Berlin

Der größte Moment der abgelaufenen Saison war für Ralf Rangnick derweil der Auswärtssieg bei Hertha BSC. Dort machte RB Leipzig mit einem 4:1 den Einzug in die Gruppenphase der Champions League perfekt. Noch vor dem Abpfiff hatte er sich auf den Weg in den Innenraum gemacht. „Ich wollte den Abpfiff unten erleben, den Moment mit der Mannschaft, den Trainern und dem Betreuerstab genießen und teilen. Als er kam, war das eine Explosion der Gefühle.“

Dafür, dass man nächste Saison wieder eine Explosion der Gefühle erlebt, steckt Ralf Rangnick derzeit mitten in der Kaderplanung und -zusammenstellung für die kommende Saison. Gefragt sind weiterhin junge, entwicklungsfähige Spieler. Allerdings besteht die Schwierigkeit darin, Akteure zu finden, die auf Champions-League-Niveau agieren können und für die derzeitigen RB-Spieler echte Konkurrenten sind.