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Bis zur EM 2028 Rangnick findet sein Zuhause: Vertragsverlängerung mit dem ÖFB

Der AC Mailand wollte ihn als Trainer verpflichten, doch Ralf Rangnick fühlt sich wohl, wo er gerade ist: nämlich an der Spitze der Österreichischen Nationalmannschaft. Die Vertragsverlängerung deshalb folgerichtig.

14.06.2026, 09:57
Bleibt weiter am Steuer der Österreichischen Nationalmannschaft: EX-RB-Baumeister Ralf Rangnick
Bleibt weiter am Steuer der Österreichischen Nationalmannschaft: EX-RB-Baumeister Ralf Rangnick Foto: Imago/GEPA Pictures

Leipzig/hen/sid - Während die Hire-und-Fire-Kultur bei RB Leipzig aktuell ein neues Level erklimmt, setzt der Österreichische Fußballverband auf Kontinuität - und hat den Vertrag mit dem früheren Baumeister des Red-Bull-Klubs, Ralf Rangnick, verlängert. 

Vertrag bis 2028

Am Samstag sendete der ÖFB ein "klares Zeichen für Kontinuität" und verlängerte den Vertrag mit dem 67-Jährigen bis zur EM 2028. Der ehemalige RB-Sportchef und -Trainer ist seit Ende Mai 2022 Trainer der Österreicher und erreichte mit dem Team die EM 2024. Zudem meisterte er die Qualifikation für die WM in den USA, Mexiko und Kanada, erstmals seit 1998 sind die Österreicher wieder dabei.

"Wenn ich mich nicht wohlfühlen würde, würde ich seit zwei Jahren nicht mehr hier sitzen. Es ist mir einfach eine Herzensangelegenheit. Das ist die richtige Entscheidung", sagte Rangnick im WM-Camp in Santa Barbara: "Ich habe von Anfang an gesagt, dass die Verlängerung eine Grundsatzentscheidung ist, bei der viele Faktoren eine Rolle gespielt haben. Auch die Frage, wer von meinem Trainerstab weiterhin zur Verfügung steht. Für mich war es ganz wichtig zu wissen, dass mein Trainerstab zusammenbleibt."

Kornetka bleibt Rangnick erhalten

Zu diesem Staff gehört auch der frühere RB-Assistenztrainer Lars Kornetka. Seine Spieler hätten die Entscheidung positiv aufgenommen. "Ich habe niemanden gesehen, der jetzt ein schmerzverzerrtes Gesicht gezogen hätte", sagte Rangnick, es sei "gut, dass jetzt Klarheit herrscht". Es sei sein Ziel gewesen, bis zum WM-Start alle offenen Fragen zu beantworten.

Weiterlesen: Die WM-Trainer mit RB-Vergangenheit

"Es ist ein wichtiges Signal für Geschlossenheit und gemeinsame sportliche Ziele. Die nun geschaffene Klarheit ist insbesondere für die Mannschaft von großer Bedeutung", sagte Josef Pröll, Aufsichtsratsvorsitzender beim ÖFB: "Mein besonderer Dank gilt Ralf Rangnick. Dass er sich für Österreich und sein Team entschieden hat, zeigt, welchen Stellenwert dieses Projekt für ihn hat. Es ist für ihn eine echte Herzensangelegenheit."

"Das passt einfach zusammen"

Rangnick hatte in der Vergangenheit mehrere alternative Angebote ausgeschlagen. Bei Bayern München soll er vor der Verpflichtung von Vincent Kompany im Jahr 2024 ein heißer Trainerkandidat gewesen sein. Jüngst hatte sich auch die AC Mailand um den 67-Jährigen bemüht.

"Klar ist, dass der ÖFB finanziell nicht mit internationalen Spitzenklubs konkurrieren kann. Es waren, und das möchte ich ausdrücklich betonen, auch andere Faktoren, die Ralf Rangnick überzeugt haben. Österreich und Ralf Rangnick - das passt einfach zusammen", sagte Pröll.

Die Österreicher starten am Mittwoch (6.00 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) in die WM. In Santa Clara geht es zum Auftakt gegen den WM-Debütanten Jordanien.