RB bei Como 1907 Alte Rivalen, neue Rollen: Demichelis und Fàbregas vor CL-Debüt
171 Mal liefen Martín Demichelis und Cesc Fàbregas als Spieler in der Champions League auf. In Como feiern die früheren Rivalen nun gemeinsam ihr Debüt als Trainer.

Como – Es ist mehr als zehn Jahre her, dass Martín Demichelis Cesc Fàbregas zuletzt gesehen hat. Damals noch als Fußballprofi: der Coach von RB Leipzig im Trikot von Manchester City, der Coach von Como 1907 in dem des FC Chelsea. Und morgen, Donnerstagabend (21.00 Uhr/DAZN), vor alpenländischer Kulisse: das Wiedersehen der beiden ehemaligen Topstars in der Champions League – und im feinen Zwirn am Spielfeldrand.
Cesc, der Stratege
Für beide ist die Königsklasse als Fußballlehrer Neuland. Als Spieler haben beide zusammen 171 Partien in der Champions League gespielt, als Cheftrainer erleben beide nun ihre Premiere. Der 45 Jahre alte Argentinier mit dem deutschen Gast, der 39-jährige Spanier Fabregas mit den Hausherren.
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„Es ist für mich keine Überraschung, dass er Trainer geworden ist“, sagte der Leipzig-Coach am Tag vor dem Spiel auf der Pressekonferenz. „Er war schon als Spieler sehr intelligent, ein Stratege.“
Demichelis und Fàbregas trafen schon 2005 aufeinander
Ihre gemeinsame Geschichte reicht weiter zurück als bis zu den Duellen in England. Im März 2005 standen sich Demichelis und Fàbregas bereits im Achtelfinale der Champions League gegenüber. Demichelis war damals 24 Jahre alt und spielte für den FC Bayern, Fàbregas war gerade 17 und eines der größten Talente des FC Arsenal.
Neun Jahre später folgte das nächste Treffen in der Königsklasse. Demichelis spielte inzwischen für Manchester City, Fàbregas für den FC Barcelona. Anschließend begegneten sie sich in England wieder. Zuletzt am 16. April 2016, als Manchester City 3:0 beim FC Chelsea gewann. Fàbregas spielte durch, Demichelis kam in der Schlussphase ins Spiel.
Fàbregas lobt Arbeit von Demichelis bei RB
Gut zehn Jahre später sind aus den früheren Gegenspielern Trainer geworden. Demichelis begann seine zweite Karriere im Nachwuchs des FC Bayern und arbeitete später bei River Plate, für Monterrey in Mexiko und in Spanien für Mallorca, ehe er im Sommer RB Leipzig übernahm. Fàbregas beendete erst 2023 in Como seine Spielerkarriere und stieg beim italienischen Klub ins Trainergeschäft ein.
„Ich kenne Martin, wir sind öfter aufeinandergetroffen, als er bei Manchester City und ich beim FC Chelsea spielte“, sagte Fàbregas am Mittwoch in Como. Die Entwicklung seines früheren Gegenspielers hat der Spanier seitdem verfolgt. „Er ist jetzt ein großartiger Trainer, er hat das in Spanien und Argentinien gezeigt und sich diese Chance in Leipzig verdient.“
RB bemühte sich um Como-Coach
Auch die ersten Wochen von Demichelis bei RB hat Fàbregas genau beobachtet. „Mir gefällt, wie er das Team coacht, er hat starke Einzelspieler. Ich habe sie im Video gesehen, man erkennt klare Strukturen, sie spielen einen schönen Fußball“, sagte der Como-Coach. „Das ist ein sehr gut vorbereitetes Team, wir müssen mutig sein.“
Für Leipzig besitzt das Wiedersehen noch eine weitere Pointe. RB hatte sich 2025 intensiv um Fàbregas als neuen Cheftrainer bemüht. Der Spanier entschied sich jedoch für einen Verbleib in Como. Ein Jahr später führt nun Demichelis Leipzig in die Champions League – und trifft bei seinem Debüt ausgerechnet auf den Mann, der selbst einmal für diesen Job vorgesehen war.
Der Argentinier hatte für den Wunschvorgänger seines Arbeitgebers nur hymnische Worte übrig. „Für mich als Trainer“, sagte er, „wenn ich einen Gegner analysiere, dann gefallen mir besonders Teams, die eine Identität haben. Das kann man in Como sehr gut sehen. Respekt!“