„We are very close" Marescas knappe Antwort auf Demichelis’ Ode an die Freundschaft
RB-Trainer Martin Demichelis schwärmt vor dem Champions-League-Duell mit Manchester City von seinem alten Freund Enzo Maresca. Der Italiener fasst die gemeinsame Geschichte in wenigen Worten zusammen.

Leipzig/hen – Sie waren enge Freunde, Weggefährten, Teamkameraden, Freizeit-Amigos. Und sie haben ihre Trainerkarrieren zusammen aufgebaut. Während RB-Trainer Martin Demichelis am Dienstag eine Hymne auf die Freundschaft mit seinem Champions-League-Kontrahenten Enzo Maresca hinzufügte, blieb der Trainer von Manchester City erstaunlich nüchtern. Vor dem Duell mit RB Leipzig heute Abend (21 Uhr, live auf DAZN) sagte Maresca: „We are very close“ – Wir sind uns sehr nah.
Tür an Tür in Malaga
Das war’s. Mehr zu seiner Beziehung mit dem Argentinier Demichelis wollte der 47-Jährige nicht preisgeben. Ganz anders als der RB-Trainer, der wenige Stunden zuvor auf seiner Pressekonferenz von der gemeinsamen Profizeit beim FC Málaga, dem Leben dort Tür an Tür, der Verbindung zwischen den Familien, den Kindern und dem gemeinsamen Aufbau der Trainerkarrieren berichtet hatte. Schwärmerisch sagte Demichelis über Maresca. „Er ist mein bester Freund im Fußball. Man kann fast sagen, wir sind wie Brüder.“

Die Freundschaft der zwei begann in der Saison 2011/12. Damals spielten Demichelis und Maresca gemeinsam beim FC Málaga, der sich mit Platz vier in der Primera División für die Champions League qualifizierte. Auch Marescas heutiger City-Assistenztrainer Willy Caballero gehörte damals als Torhüter zum Team um Trainer Manuel Pellegrini.
"Eine Ehre, gegen meinen Freund zu spielen"
Die Familien freundeten sich an, die Kinder wuchsen zeitweise gemeinsam auf. Auch ihre Trainerkarrieren entwickelten die beiden ehemaligen Profis im engen Austausch. Demichelis bezeichnete Maresca am Dienstag als „sehr intelligent, sehr pragmatisch als Trainer, einen Gewinner“. Es sei für ihn eine Ehre, in der Champions League gegen seinen Freund anzutreten.
Demichelis berichtete, dass Maresca ihn am Montag nach der Leipziger Startaufstellung gefragt habe. Der 47-Jährige habe natürlich „No“ gesagt. Nur den Einsatz von Christoph Baumgartner gab er öffentlich preis. Auch für den RB-Coach hat die Freundschaft ihre Grenzen.