RB Leipzig

RB in Seefeld, Tag 1: Mit Tiefgang in der Halbspur

27.07.2018, 22:11
Zurück in Seefeld: Yussuf Poulsen (M.).
Zurück in Seefeld: Yussuf Poulsen (M.). Imago/Roger Petzsche

RB Leipzig hat am Freitag frühen Abend sein Trainingslager in Seefeld eröffnet. Mit einem ersten Training und den zurückgekehrten WM-Spielern. Feinschliff ist angesagt. Rangnick erläuterte: „Wir wollen uns in den nächsten Tagen mit Details im mannschaftstaktischen Bereich beschäftigen.“

Was das konkret für die Abläufe bedeutet: vormittags Training auf dem Platz, nachmittags Arbeit im Kraftraum im Hotel in Mösern, einem Nachbarort von Seefeld.

Regen in Seefeld – mal wieder

Milde schien die Sonne auf den Platz im Alpental hinab, als RB pünktlich um 17.45 Uhr sein erste Einheit begann. Vorsorglich erst so spät, wie Ralf Rangnick betonte, „um der Sonnen aus dem Weg zu gehen.“ Die Sorgen waren freilich unbegründet. Nach einer Stunde fing es an zu regnen – mal wieder. Wie im vergangenen Jahr.

Diesmal aber fiel der Schauer erträglich aus, ein paar Tropfen gegen Ende des Trainings – mehr kam da nicht vom Tiroler Himmel herunter. Bestens war deshalb die Laune. Zu Beginn versammelte Rangnick seine Spieler in einem Kreis. Applaus für jeden zurückgekehrten WM-Spieler, Applaus für den wiedergenesenen Marcel Sabitzer, Applaus vom Rasenrand, wo sich knapp 40 Zuschauer versammelt hatten.

Anschließend wurde mit Ernst trainiert. Passspiel, Umschaltspiel mit „Tiefgang in der Halbspur“, wie von Co-Trainer Robert Klauß zu hören war. Ein terminus technicus mit dem Charme alles Neuen. Und Altem, wie es Rangnick vorschwebt. Das sind seine Nahziele für Seefeld: die Automatismen feinjustieren. „Das Spiel gegen den Ball, synchron Anlaufen, wer hat welche Aufgaben wo in welchen Situationen? Auch das Timing im Offensivspiel.“

Das einzustudieren, damit wolle er „morgen“ (Samstag) beginnen. Dann dürften u.a auch die schmerzbehinderten Willi Orban, Diego Demme und Stefan Ilsanker wieder mit von der Partie sein. Sie fehlten beim ersten Training ebenso wie Konrad Laimer (Muskelprobleme). „Das wird länger dauern“, sagte Rangnick. Wenn es für das Testspiel gegen Huddersfield in einer Woche reichen würde, „wäre das früh.“

Auch Dayot Upamecano wird weiter ausfallen. Der Franzosen fehlte „schmerzbedingt“, niemand weiß, wie lange die Heilung dauert, meinte Rangnick, der sich freute, wieder in den Bergen zu sein. Zeigte mit dem Arm ins Panorama und sagte: „Ich bin immer wieder gern in Österreich.“