RB Leipzig

RB Leipzig auf dem Weg in den Frauenfußball

03.08.2016, 11:59
Wo RB Leipzig vielleicht irgendwann mal hin will: die Frauen des VfL Wolfsburg bejubeln den DFB-Pokalsieg.
Wo RB Leipzig vielleicht irgendwann mal hin will: die Frauen des VfL Wolfsburg bejubeln den DFB-Pokalsieg. imago/Jan Huebner

Frauenfußball spielte bei RB Leipzig bisher keine ganz große Rolle. Man hatte ein paar Nachwuchsteams im Mädchenbereich, ließ die Sache aber insgesamt eher langsam angehen. Mit der kommenden Saison werden die Dinge Fahrt aufnehmen, denn erstmals wird man eine erste Frauenmannschaft stellen, die in einer Spielgemeinschaft mit dem Leipziger FC in der Landesliga starten wird. Von der viertklassigen Landesliga soll es dann über kurz oder lang in die Bundesliga gehen.

Darüber und über vieles mehr rund um die Entwicklung des Frauenfußballs berichtet der Kreuzer. Demzufolge soll der trotz seiner 34 Jahre mit viel Erfahrung ausgestattete Sebastian Popp das Frauenteam von RB Leipzig betreuen. Kern der Mannschaft bilden Spielerinnen des FFV Leipzig, der im Sommer aus der zweiten Liga in die Regionalliga abstieg und aus wirtschaftlichen Gründen das Nachwuchsleistungszentrum an RB Leipzig abgab. Unter diesen Spielerinnen ist auch Shanga Forsberg, frisch gebackene Ehefrau von Emil Forsberg.

Über das Nachwuchsleistungszentrum wird RB Leipzig künftig mit dem Sächsischen Fußballverband beim Scouting zusammenarbeiten und versuchen, vor allem die besten regionalen Talente in Leipzig zu versammeln. Dabei wird man auch das Gelände des Leistungszentrums am Gontardweg nutzen und laut Kreuzer „sukzessive ausbauen und erneuern“.

Nach der Saison 2016/2017 soll dann die Spielgemeinschaft mit dem Leipziger FC wieder gelöst werden und RB Leipzig mit der dann eigenständigen Mannschaft gen Bundesliga düsen. Ob die SFV-Prognose, dass der Weg aus der Viertklassigkeit in die Erstklassigkeit zwischen drei und fünf Jahre dauern werde, zutrifft und ob die RB-Frauen auch irgendwann mal so jubeln dürfen wie die Frauen des VfL Wolfsburg nach dem DFB-Pokalfinale 2016, wird die Zukunft ziemlich genau zeigen.