"Gegen die Bayern zu null: gelingt nicht" Schenkt Demichelis die Bayern-Partie her? Diesen Plan verfolgt der RB-Trainer
Die vergangenen drei Spiele hat RB Leipzig gegen den FC Bayern München verloren. Zum Teil krachend. Das vierte Duell binnen eines Jahres will Leipzigs Trainer nutzen, um sein Team weiterzuentwickeln. Das Ergebnis ist deshalb zweitrangig?

Leipzig/hen – Die Bilanz ist erschütternd, sofern man sie ernst nimmt. Von den vergangenen drei Duellen mit RB Leipzig gewann der FC Bayern drei. Einmal 6:0, einmal 5:1, einmal 3:1. Wer will, kann darin eine Entwicklung sehen. Oder aber ein klares Machtverhältnis.
RB-Trainer Martin Demichelis sieht weder das eine, noch das andere. Denn kein vergangenes Spiel verrät etwas darüber, wie ein zukünftiges ausgeht. Per se nicht. Und: „weil der Fußball verrückt ist“, sagte der Trainer von Rasenballsport am Dienstag nach dem 1:0 in der Champions League gegen die PSV Eindhoven.
Zwei Remis gegen zwei Siege
Der Argentinier könnte ja auch diesen Sieg gegen die vergangenen drei Pleiten stellen, dazu das 6:0 gegen Frankfurt in der Partie vergangenes Wochenende oder die zwei Unentschieden, die der Rekordmeister zuletzt in der Liga (Augsburg) und im Europapokal (Stavanger) kassiert hat.
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Vorhersagen lässt sich trotzdem nichts. Aber erahnen, dass Demichlis und sein Kader nicht mit flauem Magen an diesem Samstag nach München fahren. Sondern „mit Selbstbewußtsein“, wie Kapitän David Raum nach dem PSV-Sieg sagte. Und mit einem Plan, wie Demichelis andeutete.
Ein klaren Plan haben und mutig sein
Dieser Plan sieht vor, das Spiel gegen die übermächtig wirkenden Bayern auch als eine Art Entwicklungsduell anzugehen. Heißt, nicht hinten reinstellen und versuchen, mit so wenigen blauen Flecken wie möglich davon zu kommen, sondern einen Plan zu haben, der über die Partie hinausgeht.
RB ist mit seinem Trainer noch in der Entwicklungsphase. Demichelis nimmt die Bayern deshalb als Sparringspartner. „Wir müssen mutig sein“, sagte er, „und eine klare Idee haben. Wir werden unseren Weg nicht verlassen. Denn am Ende geht es jetzt nicht nur ums Gewinnen, sondern es geht darum, für die ganze Saison eine Spielidee zu entwickeln. Das heißt, wir werden bei uns bleiben.“
"Mal schauen, was dabei herauskommt"
Und fällt etwas Zählbares dabei ab, umso besser. „Die Bayern gewinnen zehn von zehn Spielen“, sagte der 45-Jährige, der es wissen muss, weil er selber mal Spieler in München gewesen ist. „Aber Fußball ist verrückt. Wir werden nicht um den 16er stehen und versuchen, die Null zu verteidigen. Das gelingt gegen die Bayern nicht. Wir werden also auch in die andere Richtung spielen. Sehen wir mal, was dabei herauskommt.“