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„Wir sind RB Leipzig, wir haben keine Angst” Furchtlos gegen die Bayern

Wie schnell der Wind sich dreht: RB Leipzig fährt mit breiter Brust zu den wankenden Bayern. Spieler und Trainer Martin Demichelis rechnen sich unisono etwas aus gegen den Rekordmeister.

Von Ullrich Kroemer 15.10.2026, 10:03
Siegermentalität entwickeln: Brajan Gruda und Castello Lukeba.
Siegermentalität entwickeln: Brajan Gruda und Castello Lukeba. (Foto: imago/Picture Point LE)

Leipzig – Das Spiel gegen PSV Eindhoven (1:0) hatten die Spieler von RB Leipzig gerade erst mit viel „Garra”, wie die Argentinier sagen, also Fighting Spirit, gewonnen. Da war der nächste Gegner bereits in den Stadionkatakomben Gesprächsthema: der FC Bayern München. An diesem Samstag (18.30 Uhr) reisen die Leipziger zum Topspiel nach München. 

Gruda: „Mit 100 Prozent können wir jeden schlagen”

Wen man auch fragte, der bestätigte, dass die Leipziger gedenken, bei den derzeit wankenden Münchnern furchtlos aufzutreten. „Wir sind RB Leipzig, wir haben keine Angst, sondern sind selbst eine großartige Mannschaft”, stellte Torhüter Maarten Vandevoordt klar. „Wir gehen das Spiel positiv an, helfen uns gegenseitig in jedem Moment. Da habe ich großes Vertrauen in uns. Wir freuen uns auf die Spiele.”

Auch Torschütze Brajan Gruda äußerte sich selbstbewusst. „Wenn wir 100 Prozent geben, können wir jeden schlagen und fahren hoffentlich mit drei Punkten nach Hause. Wir haben einen guten Spirit, vertrauen einander”, so der 22-Jährige.

Demichelis: „Fahren nicht nach München, um zu verlieren”

Trainer Martin Demichelis gab die Marschrichtung bei seiner Rückkehr an alte Wirkungsstätte ebenfalls vor. „Wir fahren nicht nach München, um zu verlieren.” Dazu brauche es Mut und eine klare Idee. Sicher werde sein Team nicht 90 Minuten am eigenen Sechzehner verteidigen, sondern auch versuchen, seine Qualität zu zeigen. „Wir müssen kompakt verteidigen, werden aber auch das Tor angreifen”, versprach er.

Doch dazu dürfen sich die Leipziger keine solch langen Schwächephasen wie jeweils gegen Frankfurt und PSV in den ersten Halbzeiten erlauben. Nach guten Beginn versanken die Hausherren auch im eigenen Stadion in Lethargie, kamen nicht mehr ins Pressing und Gegenpressing und ließen Frankfurt beziehungsweise Eindhoven 20 Minuten lang spielen. Solche Powerplay-Phasen würden die Münchner gnadenlos ausnutzen und RB bestrafen. Positiv ist, dass es die Leipziger zweimal schafften, sich aus der Umklammerung zu befreien und selbst wieder Torgefahr zu entwickeln und in den Spielverläufen selbst zu dominieren. 

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In München ist nach den zwei Unentschieden gegen Augsburg und Stavanger derzeit Land unter. Doch das dürfte den Rekordmeister, der gegen RB Leipzig immer besonders motiviert ist, eher noch mehr Ehrgeiz als ohnehin verleihen, dieses Prestigespiel unbedingt zu gewinnen. „Sie hatten zwei schlechte Resultate, wir zwei gute. Aber das ist Fußball, der Trend kann sich jeden Moment ändern. Wir wissen, was wir gerade zu tun haben”, sagte Vandevoordt besonnen.