„Kein Freund des Risikos” Demichelis stellt Dribbel-Regel für Vandevoordt auf
Maarten Vandevoordt glänzt an guten Tagen mit spektakulären Paraden, sucht als junger Keeper aber noch seine Konstanz. Riskante Dribblings sieht RB-Trainer Martin Demichelis nicht gern.

Leipzig – Maarten Vandevoordt ist nach seinem Länderspieldebüt für Belgien in bestechender Form nach Leipzig zurückgekehrt. Zum Saisonstart hatte der Belgier ein paar Probleme, ließ auch haltbare Bälle wie das 2:0 gegen Leverkusen ins Tor flutschen. Gegen Frankreich agierte er in den letzten 15 Minuten ohne Fortune und kassierte vier Treffer in einer Viertelstunde. „Das Spiel war kein extra Push, aber es ist toll, für sein Land aufzulaufen. Ich versuche, hart zu arbeiten und dann wird die Zukunft entscheiden, was im Nationalteam passiert. Ich habe den Fokus hier”, beteuerte Vandevoordt.
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Beim 6:0 gegen Eintracht Frankfurt dann glänzte Leipzigs neue Nummer eins mit neun Paraden. „Maarten hat eine super Leistung gebracht, dank seiner Leistung vhaben wir zu Null gespielt”, lobte Trainer Martin Demichelis, betonte aber: „Wir haben als Verein das Glück, zwei überragende Keeper zu haben. Auch Örjan Nyland wird seine Minuten bekommen.”
Herausragend am Ball
Doch auch in der Champions League beim Heimauftakt gegen die PSV Eindhoven (21 Uhr) ist Vandevoordt gesetzt. „Es ist toll, zu Hause zu spielen, das ist eine Extramotivation. Wir brauchen unsere Fans”, sagte er vor seinem zweiten Heimspiel in der „Königsklasse”.
Dass Vandevoordt für einen Torhüter herausragend am Ball ist und sich auch Dribblings zutraut, ist einerseits eine große Stärke des spektakulären Schlussmannes, die ihn auszeichnet. Andererseits ist das als letzter Mann bisweilen höchst riskant.
„Wir arbeiten schon lange daran, ich hasse es, den langen Ball spielen zu lassen”, sagte auch Trainer Martin Demichelis. Doch in gewissen Situationen sei auch das ein Mittel, um Gefahr zu beseitigen.
„Er hat immer die Möglichkeit, zu entscheiden”
Dafür gab „Micho” seinem Schlussmann eine einfache Regel mit auf den Weg: „Er hat immer die Möglichkeit zu entscheiden. Wenn der Gegner in Unterzahl presst, müssen wir kurz spielen. In dem Moment, in dem er den Ball bekommt, müssen sich unsere Abwehrspieler anbieten und den Raum breit machen, damit er Anspieloptionen findet”, gab Demichelis vor. Wenn der Gegner jedoch in Gleichzahl anlaufe sei das „schon was anderes”. Dann, so ließ der Argentinier durchblicken, sehe er lieber den langen Ball als ein Dribbling.
„Wir arbeiten an dem Thema, finden immer bessere Lösungen und müssen variabel sein. Maarten muss zu allererst gut halten. Ich bin kein Freund des Risikos, aber wenn er davon überzeugt ist, dass es eine gute Lösung ist, dann macht er das – und fertig”, sagte Demichelis lachend.