"Wollen uns Zeit nehmen" Löw setzt bei Standard-Training auf Expertise aus Liverpool
Hinten zu anfällig, vorne zu ungefährlich: Der neue RB-Trainer Zsolt Löw hat die Standardsituationen als Schwachpunkt ausgemacht.

Leipzig/fri - Zsolt Löw will an einigen Stellschrauben drehen, um die Profis von RB Leipzig wieder in die Spur zu bekommen. Eine davon sind die Standardsituationen. Beim 1:3 gegen den VfB Stuttgart im Pokal fiel das letzte Tor nach einer Ecke, aber auch bei Offensiv-Standards gehört RB mit nur zwei Kopfballtoren und einem Freistoßtor diese Saison zu den ineffektivsten Teams der Bundesliga.
Krawietz Standard-Spezialist beim FC Liverpool
"Wir wollen uns Zeit nehmen, damit wir auch bei Standard-Situationen effektiver werden", sagte Löw vor dem Leipziger Bundesliga-Spiel gegen die TSG Hoffenheim am Samstag (15.30 Uhr/Sky). Doch dafür brauche es Zeit. "Zeit, um richtig durchzudenken, was für einen Spieler du hast, was für eine Qualität die haben und was von ihrer Qualität am besten zum Verteidigen und zum Angreifen passt."
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Impulse erhofft sich Löw von seinem Assistenztrainer Peter Krawietz, der beim FC Liverpool unter Jürgen Klopp für dieses Thema zuständig war. "Er ein absoluter Spezialist und Fachmann dafür", lobte Löw. Bisher habe er in der Englischen Woche nur ein paar kleine Dinge ansprechen können.
RB Leipzig: Kein Virgil van Dijk im Kader
Bei RB gibt es kein Kopfball-Monster vom Schlage eines Virgil van Dijk oder einen Spieler, der riesige Gefahr bei Freistößen ausstrahlt, wie Löw erklärte. "Wir haben nicht unbedingt diese Top-Top-Top-Schützen und diese Top-Top-Top-Kopfballspieler, die nicht aufzuhalten sind. Aber wir haben genug gute Kopfballspieler", so Löw.
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Etwa Willi Orban, einen der torgefährlichsten Abwehrspieler der Liga, oder 1,95-Meter-Mann Benjamin Sesko im Angriff. Und mit David Raum und Xavi Simons gibt es zwei Spieler, die ihren Kollegen die Bälle mustergültig auflegen können. Aber noch zu selten führen alle die guten Einzelqualitäten zu Toren aus ruhenden Bällen. "Wir werden uns etwas überlegen", kündigte Löw an. In der nächsten Trainingswoche dürfte dafür etwas mehr Raum sein.