„Impuls und Energie gefehlt” Mintzlaff erklärt Trainerwechsel und zählt „Gesamtverein” RB an
Oliver Mintzlaff hat sich vor dem Pokalkracher von RB Leipzig gegen Stuttgart über die Entlassung von Marco Rose, die Krise bei RB und Jürgen Klopp geäußert.

Stuttgart/Leipzig/ukr – RB Leipzigs mächtiger Aufsichtsratschef Oliver Mintzlaff hat sich vor dem DFB-Pokal-Halbfinale zwischen RB Leipzig und dem VfB Stuttgart bei Sky erstmals über den Trainerwechsel geäußert.
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„Zuletzt hat die Überzeugung gefehlt, die letzten Schritte in dieser Saison zu gehen”, erklärte der Red-Bull-Chef. Er habe dabei jedoch nicht das letzte Wort gehabt. „Marcel Schäfer hat die Gesamtverantwortung, natürlich haben wir uns ausgetauscht. Am Ende ist Marcel derjenige, der tagtäglich mit dem Team zusammenarbeitet, Entwicklungen und Probleme sieht”, so Mintzlaff.
„Emotionen beiseite schieben”
Der 49-Jährige bedankte sich bei Ex-Trainer Marco Rose und zählte dessen Erfolge auf. „Man muss Emotionen beiseiteschieben, um Entscheidungen zu treffen, die nicht nur von Emotionen geprägt sind”, so Mintzlaff. Zwar habe die Entlassung den Trainer als sportlichen Hauptverantwortlichen getroffen, doch es sei zu einfach, immer alles auf den Trainer zu schieben.
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Die Krise sei „nicht nur ein Thema des Trainerteams, sondern für mich ein Thema des Gesamtvereins, dass der Gesamtimpuls gefehlt hat, diese Energie, die uns über Jahre ausgezeichnet hat, immer einen Schritt mehr zu gehen”, so Mintzlaff. Eine klare Kritik an Führungspersonal und der Entwicklung der vergangenen Monate.
Mintzlaff schließt Klopp als Trainer zu „1000 Prozent” aus
Der Boss nahm auch die Mannschaft in die Pflicht. „Es ist immer noch ein Kader, der bei allem Umbruch und allen Verletzungen besser spielen muss, als er bisher gespielt hat. Wir haben einen fantastischen Kader, der nicht nur mit Ach und Krach Europa schaffen sollte”, forderte er.
Übrigens: Dass Jürgen Klopp Rasenballsport als Trainer übernimmt, schloss Mintzlaff zu „1000 Prozent aus”. Der Bonner sagte lachend: „Vorher würde ich das noch machen, und das will wirklich niemand sehen.”