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RB Leipzig und die Reaktionen zum 1:1 gegen Paderborn: „Der Platzverweis darf uns nicht passieren!”

Von (RBlive/ukr) 06.06.2020, 18:10
RB-Coach Julian Nagelsmann schreit Timo Werner nach vorn.
RB-Coach Julian Nagelsmann schreit Timo Werner nach vorn. Imago/Poolfoto

Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig): "Ich bin mit dem Spiel bis zum Platzverweis zufrieden. Wir hatten gute Leidenschaft und Kontrolle, waren aber im letzten Drittel etwas unsauber. Der Platzverweis war ein Schlüsselmoment, das darf uns nicht passieren. Zu einer professionellen Spielvorbereitung gehört dazu, dass man weiß, dass am Vorabend ein Spieler auch wegen Ballwegschlagen vom Platz musste. Also muss ich das lassen! Danach hatten wir vier, fünf Hundertprozentige, da kann man auch mal einen reinmachen. Wenn du den Anspruch hast, ganz oben zu sein, dann muss man die Chancen, die wir hatten, verwerten. Ohne den Platzverweis gehen wir als Sieger vom Platz."

Steffen Baumgart (Trainer SC Paderborn): "Ich bin stolz, aber es ist auch schade, dass wir nicht gewonnen haben. Wir haben mit Eiern gespielt. Die Jungs haben heute umgesetzt, was sie können, und sind an ganz große Grenzen gegangen. Ich fand unsere 2. Halbzeit sehr, sehr gut. Wir hatten allerdings auch Glück. Timo Werner war zwei, drei Mal durch, da kann auch das 0:2 fallen.

Lukas Klostermann (Spieler RB Leipzig): "Die Gelb-Rote war extrem ärgerlich, aber wir hätten trotzdem nicht zwei Punkte abgeben müssen. Wir haben es eigentlich ganz gut gemacht. Die Unterzahl war ein Knackpunkt, das Gegentor war gefühlt sehr unglücklich, wie es gefallen ist. Danach hatten wir eine 100-prozentige Torchance. Jetzt müssen wir mit dem Punkt leben, aber es fühlt sich extrem bitter an."

Kevin Kampl (Mittelfeldspieler RB Leipzig): "Am meisten ärgern mich das Gegentor kurz vor Schluss und die Gelb-Rote Karte, weil sie völlig unnötig ist. Wir führen kurz vor der Pause 1:0, haben das Spiel im Griff und schwächen uns selbst. Gerade weil wir heute wieder einen großen Schritt in Richtung Champions League hätten machen können, ist das bitter. Mit zehn Mann war es schwierig, man hat gesehen, dass Paderborn zocken kann. Da haben wir keine richtigen Lösungen mehr gefunden."

Christian Strohdiek (Torschütze SC Paderborn): "Wir haben uns am Ende für die zweite Halbzeit belohnt. Wir haben viel Druck aufs Leipziger Tor gemacht. Dass wir den Ausgleich geschossen haben, ist schön fürs Gefühl nach den letzten Wochen. Wir haben uns vorgenommen, dass wir uns anders präsentieren wollen als vergangene Woche gegen Dortmund und das haben wir heute wieder gemacht. Wir sind in der zweiten Hälfte marschiert, haben Leipzig vom Tor weggehalten. Das muss man auch mit der Gelb-Roten Karte erstmal so spielen. Wir sind zufrieden mit dem Punkt, hätten uns aber auch über drei gefreut. Leipzig hat es ganz eng gemacht und wir haben die Bälle vom Flügel nicht so reingespielt, dass wir zu großen Torchancen gekommen sind. Aber der Druck war so hoch, dass das Tor am Ende fallen musste."

Klaus Gjasula (Mittelfeldspieler SC Paderborn): "Wir waren heute über weite Strecken des Spiels auf Augenhöhe. Dass wir am Ende einen Punkt mitgenommen haben, war verdient. Gegen Teams in Unterzahl ist es oft schwieriger, weil die mehr verteidigen. Wir sind jetzt nicht der FC Bayern, der die Gegner auseinanderschraubt, aber wir haben es gut gemacht."