Bei erstem Startelfeinsatz Bitterer gehts nicht: Leipzigs Ouédraogo droht lange Pause
Erneut wirft eine Verletzung Assan Ouédraogo zurück. Beim 20-Jährigen bricht offenbar die Schulterverletzung aus der Vorbereitung wieder auf. Was die nächsten Schritte sind.

Leipzig/dpa/ukr – So viel Verletzungspech ist eigentlich kaum möglich, doch wie es scheint, hat sich Assan Ouédraogo schon wieder schwer verletzt. Der 20-Jährige war gerade erst aus seiner sechswöchigen Verletzungspause zurückgekehrt und hatte nach einem Kurzeinsatz in Como beim 5:0 gegen den HSV begonnen. Doch nach 35 Minuten musste er mit einer erneuten Schulterverletzung mit schmerzverzerrtem Gesicht und unter Tränen verletzt vom Platz gebracht werden. Das Malheur war in einem Zweikampf mit Albert Grönbäk passiert.
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Nun sieht es ganz so aus, als falle der Mittelfeldspieler wieder wochenlang aus. Bundestrainer Jürgen Klopp muss bei seiner ersten Nominierung mit ziemlicher Sicherheit auf ihn verzichten. Klopp will seinen Kader für die anstehenden Länderspiele am Donnerstag bekanntgeben.
Demichelis: „Glaube schon, dass es die gleiche Verletzung ist”
„Ich glaube schon, dass es die gleiche Verletzung ist”, sagte Leipzigs Trainer Martin Demichelis. Ouédraogo war in der Vorbereitung den gesamten August mit einer Kapselverletzung in der rechten Schulter ausgefallen. Diese brach nun offenbar wieder auf. „Es sieht nicht gut aus”, sagte Demichelis. „Wir brauchen ihn. Er ist ein brutales Talent, für Deutschland und unseren Verein.”
Von der medizinischen Abteilung hatte es grünes Licht für einen Einsatz gegeben, betonte Demichelis. „Er war bereit zu spielen. Wir haben gewartet, bis er gesund war”, sagte der Argentinier. Doch viel Zeit war seit seiner Rückkehr ins Teamtraining nicht gewesen. Ouédraogo war sofort gebraucht worden, weil er als Achter und Zehner hoch intensiv mit zurückarbeitet.
Bei RB war Ouédraogo über 380 Tage verletzt
Seit seiner Ankunft in Leipzig im Sommer 2024 ist das aus der Schalker Jugend stammende Talent immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen worden. Addiert betrug die Ausfallzeit seit Juli 2024 bereits über 380 Tage, oft war das Knie betroffen. Möglicherweise wird bei der lädierten Schulter nun auch eine Operation eine Option für den Leipziger.