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„Diese ganze Hetzerei” RB-Nationalspieler übt harsche Medienkritik an WM-Berichterstattung

RB-Kapitän David Raum sprach zum Ende des Trainingslagers von RB Leipzig über die Verarbeitung der WM, den neuen Bundestrainer Jürgen Klopp und RB-Coach Martin Demichelis sowie neue Tattoos.

Von Ullrich Kroemer 08.08.2026, 05:00
Deutliche Worte: David Raum.
Deutliche Worte: David Raum. (Foto: imago/Picture Point LE)

SaalfeldenDavid Raum nimmt kein Blatt vor den Mund. Der Kapitän von RB Leipzig äußerte sich zum Abschluss des Trainingslagers vor dem Abflug nach Leeds nicht nur zu seiner Zukunft in Leipzig, sondern auch zu seinen WM-Erfahrungen. Dabei sparte er nicht mit Kritik an Medien und Öffentlichkeit.

„In Deutschland nur Schwarz oder Weiß”

David Raum über …

… die Aufarbeitung der WM: „Das war eine intensive und sehr, sehr anstrengende Zeit. Auch aufgrund meiner Verletzung habe ich meinen Stammplatz in der Nationalmannschaft verloren, meine Rolle aber komplett akzeptiert und habe probiert, trotzdem Gas zu geben. Nach dem dritten Gruppenspiel, was nicht erfolgreich war, habe ich auch wieder gelernt, wie viel Einfluss die Medien haben, wie negativ dann wieder berichtet wurde. Ich habe gemerkt, dass es in Deutschland nur Schwarz und Weiß gibt, nichts dazwischen. Das hat mich an die WM in Katar erinnert. Da war sehr, sehr viel Druck drin, ganz viele Stimmen und Expertenmeinungen, die kreuz und quer geschossen wurden. Das belastet einen und hat uns als Mannschaft nicht gutgetan. Auch nach der WM, diese ganze Hetzerei gegen den Trainer. Das musste ich erst mal verarbeiten und habe komplett abgeschaltet.”

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„Habe noch was vor mit Deutschland”

… den neuen Bundestrainer Jürgen Klopp: „Schauen wir mal, ob dann wieder ganz schnell von Schwarz auf Weiß gewechselt wird. Ich hoffe einfach, dass mit Jürgen Klopp neue Energie reinkommt. Er hat bei seiner Pressekonferenz schon gute Worte gefunden – auch in Richtung Medien. Ich bin gespannt, was er vorhat. Wenn ich Teil davon sein darf, würde ich mich natürlich freuen, weil ich auch noch was vorhabe mit Deutschland.”

… RB-Trainer Martin Demichelis: „Er und sein gesamtes Trainerteam bringen eine geile, sehr positive Energie rein, was mir immer gefällt. Er ist sehr kommunikativ, redet immer wieder auch individuell mit den Spielern schaut, dass die Stimmung hoch bleibt. Und wenn du als Trainer noch selber mitkicken kannst, zeigst du den Jungs natürlich auch, dass du Bock hast, auch mit der Mannschaft zu arbeiten. Das macht er immer wieder. Ich mag diese südländische Vollgas-Mentalität – immer mit vollem Herzen, das brauchen wir auch für unser Spiel.”

Demichelis nennt Raum „Capitano”

… seine Kapitänsrolle: „Ich bin als Spieler, als Person nochmal gereift. Stand jetzt nennt mich Martin Demichelis ,Capitano’, ich gehe also davon aus, dass es so bleibt. Bis jetzt hat sich da noch nichts angedeutet. Für mich wäre es eine Riesenehre, in diese Champions-League-Saison als Kapitän zu gehen.”

… neue Tattoos: „Ich habe meinem Tätowierer ,why not’ auf seine Wade tätowiert. Das war ein Gag. Er hat gesagt, er hat schon Tätowierer erlebt, die es schlechter gemacht haben als ich. Bei mir sind auch ein paar neue dazugekommen, aber die müssen Sie selbst finden.”