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  5. „Kein Druck”: Weltmeister von RB Leipzig wechselt ablösefrei nach Slowenien

RB-Talent wird „Förster” Weltmeister wechselt ablösefrei nach Slowenien

Stürmer Robert Ramsak reist zurück zu seinen Wurzeln: Der U17-Welt- und -Europameister verlässt RB Leipzig ablösefrei in Richtung Slowenien. So erklärte der 19-Jährige den ungewöhnlichen Schritt.

19.08.2026, 10:39
Vor einem Jahr noch mit RB auf großer Tour in Brasilien samt Treffen mit Neymar: Robert Ramsak.
Vor einem Jahr noch mit RB auf großer Tour in Brasilien samt Treffen mit Neymar: Robert Ramsak. (Foto: imago/motivio)

Leipzig/Kidričevo/ukr – Stürmer Robert Ramsak war 2024 mit viel Vorschusslorbeeren als U17-Weltmeister vom FC Bayern München zu RB Leipzig gewechselt. Doch die Karriere des inzwischen 19-Jährigen verlief am Cottaweg nicht so geradlinig wie erhofft. Nach Leihstationen bei Eintracht Braunschweig (4 Zweitliga-Einsätze) und dem SV Sandhausen (13 Regionalliga-Einsätze) braucht Ramsak offenbar einen kompletten Neustart.

Wie der slowenische Klub NK Aluminij am Dienstag bekanntgab, unterschrieb Ramsak einen Zweijahres-Vertrag. Er verlässt RB ablösefrei. Der kleine Klub aus dem Städtchen Kidricevo, dessen Stadion nur gut 2600 Fans fasst, war zur vergangenen Saison aufgestiegen, wurde Ligasiebter und zog ins Pokalfinale ein, wodurch Aluminij an der Europa-League- und Conference-League-Qualifikation teilnehmen durfte, aber knapp am FC Sheriff (Moldawien, 0:0, 0:1) und Dinamo City (Albanien, 1:1, 0:3) scheiterte.

Ramsaks Großeltern leben nur eine halbe Autostunde entfernt

Trotz der beachtlichen Erfolge der „Šumarji” („Förster”) kommt der Wechsel zu dem osteuropäischen Provinzklub unerwartet. Doch Ramsak benötigte offenbar einen totalen Cut, um wieder Freude am Fußball und Selbstvertrauen zu entwickeln. „Ich habe ein sehr gutes Gefühl; der Verein glaubt an mich und meine Qualitäten”, sagte er zu seiner Vorstellung. Kidričevo liege zudem nicht weit von Maribor entfernt, „wo meine Großeltern leben – ich glaube also, dass dies eine großartige Geschichte werden kann”, so der Youngster. Ramsaks Vater stammt aus Kroatien, seine Mutter aus Slowenien.

Er habe in Deutschland gelernt, dass harte Arbeit notwendig sei, um sich durchzusetzen, Tore zu schießen und Vorlagen zu geben. Das wolle er nun einbringen. Vielleicht entscheidend: „Ich verspüre hier keinen Druck.” Man darf gespannt sein, ob Ramsaks abenteuerlicher Wechsel in eine Sackgasse führt oder eines Tages zurück auf die große Fußballbühne, vor allem aber, ob der 41-malige deutsche U-Nationalspieler durch die Reise zu seinen Wurzeln das Zutrauen in seine Fähigkeiten zurückerlangt.