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Demichelis über Kompanys Ausfall „Unser Kopf arbeitet viel zu viel”

Die Bundesligatrainer haben sich zum längeren Ausfall des erkrankten Vincent Kompany geäußert. Auch RB-Trainer Martin Demichelis fand nachdenkliche Worte.

25.10.2026, 11:20
Ehemalige Mitspieler und gute Bekannte: Vincent Kompany und Martin Demichelis.
Ehemalige Mitspieler und gute Bekannte: Vincent Kompany und Martin Demichelis. (Foto: imago/Philippe Ruiz)

München/Leipzig/dpa/ukr – Der Zusammenbruch von Bayern-Trainer Vincent Kompany beschäftigt die Bundesliga. In den Stadien richten an diesem Spieltags-Wochenende viele Trainerkollegen Genesungswünsche an den 40-Jährigen aus, der nach Angaben von Bayerns Sport-Vorstand Max Eberl noch einige Tage im Krankenhaus bleiben und sich danach in Ruhe erholen soll. Einige Bundesliga-Trainer wählen mit Blick auf die Belastung in ihrem Job nachdenkliche Worte – auch RB-Coach Martin Demichelis. Ein Überblick.

Miroslav Klose (1. FC Nürnberg): „Gesundheit, das ist das Allerwichtigste. Es ist nicht einfach, denn wir sind alle stur. Wir müssen uns selbst die Freizeit für den Kopf freischaufeln. Ich merke es selbst bei mir: Ich habe einen Tag die Woche, wo ich wirklich versuche, ein bisschen früher den Laden zu verlassen. Aber das schaffe ich nicht immer.”

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Miron Muslic (FC Schalke 04): „Ich kenne das. Der Tag ist manchmal sehr, sehr lang. Unser Job ist sehr fordernd. Deswegen ist eine – so sagen wir es in Österreich – Coaching-Hygiene sehr wichtig. Ich wünsche Vincent nur das Allerbeste. Ich hoffe, es ist nicht so schlimm und wir sehen ihn bald wieder an der Seitenlinie.”

Kompany beantwortet Thiounes Nachricht

Niko Kovac (Borussia Dortmund): „Wichtig ist in dieser Phase, ihm Ruhe zu geben. Er braucht die Zeit. Wir wissen alle, wie anstrengend so ein Trainerjob ist. Und ich weiß selbst, Fußball ist eine schöne Geschichte, aber es soll dann auch die schönste Nebensache der Welt sein, gerade wenn es um die Gesundheit geht.”

Daniel Thioune (Werder Bremen): „Ich habe vor dem Spiel einen Augenblick in der Kabine genutzt, um ihm eine Nachricht zu schicken. Ich habe nach dem Abpfiff gesehen, dass er mir auch schon geantwortet hat. Das zeigt, dass es ihm wahrscheinlich schon besser geht. Von meiner Seite auch die besten Wünsche. Wir sind so oft Kontrahenten, aber halten als Trainerkollegen auch zusammen und wissen, dass die Gesundheit unser höchstes Gut ist.”

RB-Trainer Demichelis: „Er ist ein harter Hund”

Urs Fischer (FSV Mainz 05): „Natürlich nimmt man das wahr. Das ist nicht schön, aber Teil des Lebens. An dieser Stelle gute Besserung und liebe Grüße an Vincent. Ich hoffe, er kommt so schnell wie möglich zurück.”

Adi Hütter (Eintracht Frankfurt): „Als Trainer will man halt immer zurück zur Mannschaft, um diese nicht alleine zu lassen. Der Körper hat ihm gezeigt, dass es vielleicht auch zu früh war. Ich glaube, das Wichtigste ist, dass er sich gut auskuriert.”

Martin Demichelis (RB Leipzig): „Wir als Trainer denken 24 Stunden darüber nach, was wir verbessern können. Wahrscheinlich arbeitet unser Kopf viel zu viel. Er ist auch ein harter Hund und hat eine brutale Persönlichkeit und viel Leidenschaft. Ich wünsche ihm Ruhe und gute Besserung.”