RB Leipzig

Red Bull Salzburg auch im elften Anlauf glücklos – Spiele gegen RB Leipzig möglich

Von (RBlive | mit DPA) 30.08.2018, 11:40
Munas Dabbur war trotz zweier Tore über das erneute Scheitern von Red Bull Salzburg frustriert.
Munas Dabbur war trotz zweier Tore über das erneute Scheitern von Red Bull Salzburg frustriert. imago/GEPA pictures

Österreichs Fußball-Meister Red Bull Salzburg hat die erstmalige Qualifikation für die Gruppenphase der Champions League auch im elften Anlauf verpasst.

Red Bull Salzburg verspielt 2:0-Führung die Champions League

Die Mannschaft des deutschen Trainers Marco Rose kam im Playoff-Rückspiel gegen Serbiens Champion Roter Stern Belgrad nicht über ein 2:2 hinaus. Selbst eine 2:0-Führung reichte nicht. Beide Treffer für den Gastgeber erzielte Munas Dabbur (45. Minute/48./Foulelfmeter), El Fardou Ben Nabouhane (65./66.) sorgte mit seinem Doppelpack innerhalb von nur gut einer Minute für den Ausgleich. Im Hinspiel hatte es in der Vorwoche ein 0:0 gegeben.

Salzburg war in der ersten Halbzeit klar überlegen und belohnte sich mit dem Tor kurz vor der Pause. Nach einem Foul an Hannes Wolf erhöhte Dabbur mit einem sicher verwandelten Strafstoß in der Red-Bull-Arena. Der Doppelschlag der serbischen Gäste war dann ein Schock für Salzburg, von dem man sich nur schwer befreien konnte. Erst in der Nachspielzeit hatte man bei Torabschlüssen im Strafraum durch Munas Dabbur und Andre Ramalho noch die Chance auf den Sieg und die Qualifikation für die Gruppenphase der Champions League. Aber auch im elften Anlauf sollte es nicht sein.

Lange Salzburger Tradition des Scheiterns

Salzburg scheiterte in den letzten Jahren auf dem Weg in die Königsklasse unter anderem an Valencia (Spanien, 2006), F91 Düdelingen (Luxemburg, 2012), Malmö FF (Schweden, 2014 und 2015) und HNK Rijeka (Kroatien, 2017). Über 15 Millionen Euro Startgeld für die Champions League entgehen dem Verein nun. Kleiner Trost für Salzburg, dass sie sich in der kommenden Saison direkt für die Champions League qualifizieren können, weil der Meister Österreichs dann einen Startplatz in der Gruppenphase erhält. Die vermaledeite Qualifikation könnte man so umgehen.

Aktuell ist das Ausscheiden gegen Belgrad für Salzburg aber eine herbe Enttäuschung. Während man in den letzten Spielzeiten auch immer wieder daran scheiterte, dass man wichtige Leistungsträger verlor und mit einer noch nicht eingespielten Mannschaft in der Champions-League antrat, hatte man diesen Sommer das Team weitgehend zusammenhalten können. Umworbene Leistungsträger wie Diadie Samassekou oder Amadou Haidara hatte man nicht nur halten, sondern deren Verträge auch noch verlängert.

Salzburg gegen RB Leipzig in der Europa League möglich

Für Salzburg geht es nun in der Gruppenphase der Europa League weiter. Aufgrund der Erfolge in Europa in den letzten Jahren (Halbfinale der Europa League in der letzten Saison) liegt der Verein bei der Auslosung am Freitag zusammen mit Vereine wie Chelsea oder Arsenal oder (bei Qualifikation) FC Sevilla im Topf 1 der stärksten Vereine des Wettbewerbs.

Damit kann der österreichische Meister auch auf RB Leipzig treffen, vorausgesetzt der Bundesligist setzt sich am Donnerstagabend (18.30 Uhr/ DAZN) gegen Sorja Luhansk durch. Leipzig würde im Falle einer Qualifikation in Topf 2 oder (sehr viel wahrscheinlicher) zusammen mit Eintracht Frankfurt in Topf 3 liegen. Gegen Luhansk hat RB die selbe Ausgangslage wie Salzburg gegen Belgrad. Nach dem 0:0 im Hinspiel muss man gewinnen, um in die Gruppenphase der Europa League einzuziehen.