RB Leipzig

Sabitzer und Laimer gewinnen mit Österreich: RB Leipzigs Neuzugang Gvardiol am Gegentor Kroatiens beteiligt

Von (RBlive/sid/fri) 13.06.2021, 21:31
Konrad Laimer (l.) im Zweikampf mit Ezgjan Alioski.
Konrad Laimer (l.) im Zweikampf mit Ezgjan Alioski. imago images/GEPA pictures

Nach seinem Jokertor zum Premierensieg lief Michael Gregoritsch zu David Alaba und fiel dem langjährigen Bayern-Star um den Hals. Der Kapitän hatte mit einer scharfen Flanke den entscheidenden Treffer beim 3:1 (1:1) der Österreicher gegen den Neuling Nordmazedonien mustergültig vorbereitet - nachdem er lange als Innenverteidiger in der Offensive gefehlt hatte.

"Es ist fantastisch", sagte der eingewechselte Augsburger Gregoritsch, der in der 78. Minute den Weg zum ersten EM-Erfolg bei der dritten Endrunde geebnet hatte, im ORF: "Es ist wunderschön, das war weltklasse heute." Der ORF-Kommentator feierte überschwänglich "eine Sternstunde historischen Ausmaßes".

RB Leipzig: Laimer bereitet das 3:1 für Österreich vor

Der Gladbacher Stefan Lainer (18.) hatte in Bukarest nach 334 Minuten die jüngste Torflaute der Österreicher beendet. Rekordnationalspieler Goran Pandev nutzte einen Abwehrfehler zum Ausgleich (28.) und trug sich mit 37 Jahren und 321 Tagen als zweitältester Torschütze in die EM-Geschichte ein.

Für die Nummer 62 der Weltrangliste, die Ende März sensationell in der WM-Qualifikation in Deutschland gewonnen hatte, reichte es dennoch nicht zu einer Überraschung beim ersten großen Turnier. Nach Gregoritsch traf noch der Ex-Bremer Marko Arnautovic (89.) - nach toller Hackenvorlage von RB Leipzigs Konrad Laimer - und sorgte für große Erleichterung bei Alaba und Co. Nächster Gegner sind am kommenden Donnerstag die Niederlande.

Sabitzer am Gegentor beteiligt

RB Leipzigs Kapitän Marcel Sabitzer hatte in der Anfangsphase immer wieder ratlos die Arme gehoben, weil er in den engen Räumen keine Anspielstationen fand. Mit einem langen Ball löste er das Problem: Sein Pass landete genau auf dem Fuß von Lainer, der volley die Tor-Durststrecke beendete.

Der Weg nach vorne öffnete sich nun schneller. Der Stuttgarter Sasa Kalajdzic kam nach einer weiteren Sabitzer-Flanke zum Abschluss, scheiterte aber an Torhüter Stole Dimitrievski (22.). Doch die Österreicher schenkten die Führung wieder her: Nach einem unglücklichen Abpraller von Sabitzer brachte Keeper Bachmann den Ball nicht unter Kontrolle, Pandev bedankte sich mit seinem 38. Länderspieltreffer ins leere Tor.

Auch nach der Pause fand Österreich kaum einen Weg durch die dichte Defensive, Alabas Ideen fehlten in der Offensive. Bachmann verhinderte gegen Boban Nikolov einen Rückstand (63.). Dann schlugen Gregoritsch und Arnautovic zu.

Kroatien gegen England: RB-Neuzugang Gvardiol vorm 0:1 ausgespielt

Bereits im Nachmittagsspiel hatte sich England mit dank eines Treffers von Raheem Sterling 1:0 (0:0) gegen Kroatien durchgesetzt. Damit haben Englands junge Ballzauberer endlich den ersten Auftaktsieg des Weltmeisters von 1966 bei einer EM geschafft. 

Bei Kroatien startete Josko Gvardiol, Sommer-Neuzugang von RB Leipzig, bei seinem zweiten A-Länderspiel in der Linksverteidigung. Allerdings sah der 19-Jährige vor dem Gegentor nicht gut aus, als Phillips vor dem Strafraum erst ihn und Caleta-Car austrickste und dann in die Schnittstelle zu Sterling weiterpasste.