Sachsen erlaubt Auslastung von 25 Prozent

Bericht: RB will auch gegen neue Corona-Verordnung klagen

Von RBlive/dpa/fri 01.02.2022, 14:21
Die Sozialministerin von Sachsen, Petra Köpping (SPD), spricht während der Kabinettspressekonferenz in der Sächsischen Staatskanzlei.
Die Sozialministerin von Sachsen, Petra Köpping (SPD), spricht während der Kabinettspressekonferenz in der Sächsischen Staatskanzlei. Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Sachsen lässt mit seiner neuen Corona-Verordnung wieder mehr Fans in die Stadien. Wie Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) nach der Kabinettssitzung mitteilte, können die Stadion wieder zu 25 Prozent der Platzkapazität gefüllt sein.

Eine Obergrenze gilt dabei nicht, größere Arenen können also mehr Zuschauer einlassen als kleinere. Nach dieser Regelung könnten im Stadion von Fußball-Bundesligist RB Leipzig rund 11.000 Fans bei Spielen dabei sein. Bei den Zweitligisten Dynamo Dresden und Erzgebirge Aue sind es etwa 8.000 beziehungsweise 4000. Zu Veranstaltungen in Hallen sind maximal 2000 Zuschauer bei einer 50-prozentigen Auslastung möglich. Die Regelung gilt, solange die Überlastungsstufe in Krankenhäusern nicht überschritten wird.

RB Leipzig wollte 50 prozentige Auslastung

Fußball-Bundesligist RB Leipzig hat sich nur bedingt zufrieden mit der Entscheidung gezeigt. "Die Erweiterung der Kapazität von 1000 Zuschauer hin zu einer fünfundzwanzigprozentigen Auslastung, ist zwar eine Verbesserung. Dennoch sind wir angesichts der Tatsache, dass wir in Sachsen derzeit bei der entscheidenden Kennziffer, der Auslastung der Krankenhausbetten, sogar unterhalb der sogenannten Vorwarnstufe liegen, nicht zufrieden mit der Entscheidung des Kabinett", teilte RB laut Nachrichtenagentur dpa am Dienstagnachmittag mit.

Der Klub ist laut RBlive-Informationen der Ansicht, dass 50 Prozent Auslastung gefahrenlos umsetzbar sind. Wie die BILD berichtet, will RB auch gegen die neue Verordnung, die ab 6. Februar bis 6. März gilt, klagen. Schon gegen die aktuelle Verordnung hatte der Bundesligist vorm Oberverwaltungsgericht Bautzen Klage eingereicht. Das Ziel war es, sie mit einem Eilantrag zu kippen.

RB begründet Unzufriedenheit mit Obergrenze

Weder auf den Intensiv- noch auf den normalen Stationen sei derzeit eine kritische Belastung festzustellen, teilte RB mit. Man habe mit der Initiative "TeamSportSachsen" einen überaus schlüssigen Stufenplan ausgearbeitet und eingereicht, der angelehnt an die aktuell pandemische Situation in Sachsen eine fünfzigprozentige Auslastung des Stadions gefahrenfrei möglich mache. Das nächste Heimspiel der Leipziger steht am 11. Februar gegen den 1. FC Köln an.