RB Leipzig

„Sie hauen sich rein”: Krösche verteidigt Neuzugänge bei RB Leipzig

Von (RBlive/dpa/ukr/sid)
25.11.2020, 14:49
Turmduell: Alexander Sörloth gegen Paris' Diallo.
Turmduell: Alexander Sörloth gegen Paris' Diallo. imago/PanoramiC

Nach einer erneut durchwachsenen Leistung hat RB Leipzigs Sportdirektor Markus Krösche die Neuzugänge Alexander Sörloth und Justin Kluivert verteidigt. „Gerade bei Offensivspielern, die neu dazukommen, geht es immer um Timing und Abläufe. Dadurch, dass wir kein Training haben, ist es schwieriger, sich an die Spielweise zu gewöhnen”, sagte Krösche am Mittwoch nach dem 0:1 des Fußball-Bundesligisten in der Champions League bei Paris Saint-Germain. „Aber die Jungs hauen sich rein und werden noch sehr, sehr wertvoll für uns.”

Doch insbesondere bei Sörloth fehlt nicht nur Abstimmung, sondern der Norweger agiert bislang regelrecht gehemmt und im Vergleich zu Yussuf Poulsen zu phlegmatisch im Anlaufen. Von Torgefahr ganz zu schweigen. Lediglich beim Bundesliga-Spitzenspiel in Mönchengladbach hatte er gezeigt, dass er Bälle gut behaupten und ablegen und auch Torgefahr ausstrahlen kann.

Sörloth war im Sommer für 20 Millionen Euro von Crystal Palace beziehungsweise Leihklub Trbzonspor gekommen und ist nach insgesamt neun Einsätzen noch ohne Tor. Kluivert ist für eine Saison von der AS Rom ausgeliehen.

Nagelsmann über Sörloth: „Er darf sein Vertrauen nicht verlieren”

Trainer Julian Nagelsmann hatte vor der Partie in Paris bei Sky Ursachenforschung betrieben: „Er kommt aus einer Liga, wo er nicht in allen Spielen so gefordert war und er aufgrund der außergewöhnlich guten Quote bei Trabzon ein Alleinstellungsmerkmal hatte.” Jetzt sei der 1,94-Meter-Mann defensiver mehr eingebunden und müsse sich an eine andere Art von Fußball gewöhnen. „Er ist ein Riesenbär, er muss sich an unser Anlauftempo gewöhnen. Aber das wird kommen, er darf nur sein Vertrauen nicht verlieren.”

Mit Blick auf die „Königsklasse” gab sich Krösche optimistisch, dass Leipzig noch das Achtelfinale erreichen kann. Dazu sind aus den verbleibenden zwei Spielen zwei Siege nötig, um aus eigener Kraft weiterzukommen. „Ich bin zuversichtlich, dass wir Istanbul schlagen und dann haben wir ein schönes Endspiel gegen Manchester United”, sagte der 40-Jährige. „Wir haben alles in der eigenen Hand. Wenn wir die beiden letzten Spiele gewinnen, sind wir im Achtelfinale - und das ist unser Ziel.”