RB Leipzig„Spezialdisziplinen” fehlen: RB Leipzig erleichtert über Ausfälle von Kylian Mbappé und Neymar

Von (RBlive/hen mit sid und dpa)
03.11.2020, 18:52
Sind in Paris geblieben: Mbappé und Neymar
Sind in Paris geblieben: Mbappé und Neymar Imago/PanoramiC

Trainer Julian Nagelsmann geht davon aus, dass sich die Chancen von RB Leipzig im Champions-League-Heimspiel am Mittwoch (21 Uhr/DAZN) gegen Paris St. Germain durch den Ausfall der beiden Pariser Offensivstars Neymar und Kylian Mbappe erhöht haben. „Es ist definitiv nicht der falsche Moment, um gegen PSG zu spielen”, sagte der Leipziger Coach am Dienstag: „Es ist sicher kein Nachteil, dass Neymar und Mbappe nicht spielen können. Da fehlen zwei herausragende Spieler.”

Sechs Ausfälle bei Paris

Neymar plagt sich mit Adduktorenproblemen, Mbappe laboriert an einer Oberschenkelverletzung. Zudem fehlen den Franzosen Julian Draxler, Mauro Icardi, Marco Verratti und Juan Bernat. Mittelfeldspieler Leandro Paredes absolvierte sein erstes Teamtraining am Dienstagabend und kann laut Tuchel höchstens in der Schlussphase zum Einsatz kommen.

Nagelsmann betonte aber auch, dass der französische Serienmeister dennoch mit viel Qualität nach Leipzig reise. „Das ist trotzdem eine sehr gute Mannschaft mit Spielern, die viele Teams in Europa gerne hätten”, sagte der 33-Jährige und nannte zum Beispiel Angel Di Maria – Matchwinner im Halbfinale gegen RB – sowie Leihspieler Moise Kean. „Sie haben vielleicht nicht diese Spezialdisziplinen wie Neymar und Mbappé, aber sind auch herausragende Fußballer”, betonte der 33-Jährige. Er verwies zudem auf die Champions-League-Erfahrung des Kaders, der auch ohne das Duo „zwei Mal so hoch ist wie bei uns".

Wie sehr fehlen Schick und Werner?

Einfach wird es trotz der vielen Ausfälle natürlich nicht. Das jüngste Aufeinandertreffen im Halbfinale der vorigen Champions League gewannen die Franzosen klar 3:0. Zudem scheint RB schon kurz nach der Halbzeit des fordernden Programms von sieben Spielen in 22 Tagen gerade ein wenig die Puste auszugehen. Der 0:5-Abreibung von Manchester United vorige Woche folgte ein 0:1 in Gladbach und damit der Verlust der Tabellenführung in der Bundesliga. Vor allem die Torlosigkeit gibt Anlass zur Sorge. Unter Nagelsmann hatte Leipzig noch nie zwei Spiele nacheinander ohne eigenen Treffer absolviert.

"Es sind viele Spiele, wir haben viele Verletzte", betonte Nagelsmann. Das erklärt die fehlenden Tore allerdings nicht. Denn personell klemmt es durch die Ausfälle von Lukas Klostermann und Konrad Laimer eher in der Defensive. Offensiv zeichnete sich zuletzt immer deutlicher ab, dass die Abgänge von Timo Werner und Patrik Schick unter zunehmender Belastung noch nicht voll kompensierbar sind.