Was RB Leipzig im Trainingslager plant

Co-Trainer Hinkel: „Stillstand ist keine Lösung”

Von Ullrich Kroemer Aktualisiert: 11.07.2022, 13:49
„Wir werden nichts komplett Neues machen”: Andreas Hinkel vor dem Grimming im Ennstal.
„Wir werden nichts komplett Neues machen”: Andreas Hinkel vor dem Grimming im Ennstal. (imago/Picture Point LE)

Es war Ex-Nationalspieler Andreas Hinkel vorbehalten, die ins Trainingslager im Ennstal mitgereisten Journalisten über die Inhalte der Vorbereitungswoche von RB Leipzig zu informieren. Im noblen Schlosshotel Pichlarn unterhalb des mächtigen Bergmassivs Grimming ließ sich der Co-Trainer immerhin einige Details entlocken, an denen der DFB-Pokalsieger in den kommenden fünf Tagen in neun Trainingseinheiten feilen wird.

Generell, so Hinkel, sei die Basis, die Team und Trainer in der Rückrunde gelegt haben, gut. Die Spielanlage werde auch in der neuen Spielzeit relativ ähnlich zu der des Vorjahres sein. „Wir werden nichts komplett Neues machen, aber wollen an ein paar Stellschrauben drehen”, so der 40-Jährige. Hinkel betonte: „Stillstand ist keine Lösung für uns, wir wollen uns weiterentwickeln und den nächsten Schritt gehen.”

RB Leipzig will auch gewinnen, „wenn wir mal nicht die 100-prozentige Leistung abrufen”

Dazu gehöre noch mehr Konstanz, Stabilität und Effizienz in den Leistungen. „Dass es trotzdem reicht, um Spiele zu gewinnen, auch wenn wir mal nicht die 100-prozentige Leistung abrufen”, so Hinkel. Dabei hat er wohl die letzten Saisonphase im Sinn, als die Leipziger plötzlich schwächelten und gegen Gladbach und Union Berlin verloren, in Glasgow ausschieden und in Bielefeld nur 1:1 spielten.

Konkret arbeitet das Team am eigenen Spielaufbau, gegen tiefstehende Gegner hatte sich RB in der Schlussphase schwergetan. Dazu soll die Mannschaft variabler werden. Auch in der neuen Saisomn planen Hinkel und Chef Domenico Tedesco mit der Dreier-Abwehrkette, doch die unter Ex-Trainer Jesse Marsch gescheiterte Viererkette soll als Alternative wieder ins Portfolio aufgenommen werden.

Hinkel: Selbstverständnis, dass man Titel gewinnen kann” implementieren

Die Zeit dafür im Ennstal ist bemessen. Durch das nahende Testspiel gegen den FC Liverpool am 21. Juli in Leipzig ist die Vorbereitung zweigeteilt. „Der Vorteil des Trainingslagers ist, dass wir uns mehr fokussieren können, weniger Ablenkung für die Spieler, hier ist man einfach zusammen”, sagte Hinkel.

Der deutsche Vizemeister von 2003 hob hervor, welchen Einfluss der Pokalsieg auf die Mannschaft haben könne. „Das kann Kräfte mobilisieren. Das Selbstverständnis, dass man Titel gewinnen kann, kann einen Schub geben”, sagte er. „Das versuchen wir zu implementieren.”

Am Nachmittag ab 16 Uhr bittet das Trainerteam zur ersten Einheit auf dem Platz des ATV Irdning.

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