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  5. Taufpate und Trauzeuge: RB-Nachwuchschef Wagner über Seelenverwandtschaft zu Jürgen Klopp

Wagner über sein Verhältnis zu Klopp Freund und Boss: „Wir telefonieren nicht mehr als sonst”

Jürgen Klopp ist der Taufpate von David Wagner, der ist Klopps Trauzeuge: Den Red-Bull-Fußballchef und den Nachwuchsleiter verbindet eine Seelenverwandtschaft. Im zweiten Teil seines Interviews spricht Wagner über seinen Anteil am Uefa-Cup-Sieg des FC Schalke 1997 und das Verhältnis zu Klopp.

Von Ullrich Kroemer 01.04.2026, 04:00
In der Premier League kreuzten Jürgen Klopp (vorn) und David Wagner als Trainerrivalen die Klingen.
In der Premier League kreuzten Jürgen Klopp (vorn) und David Wagner als Trainerrivalen die Klingen. (Foto: imago/Shutterstock)

Leipzig – Im ersten Teil seines Interviews mit MZ und RBlive hat David Wagner über seine Reformen für den RB-Nachwuchs gesprochen. In Teil zwei des Gesprächs blickt der frühere Stürmer auf prägende Jahre auf Schalke und bei Mainz 05 zurück, spricht über das besondere Verhältnis zu und die Zusammenarbeit mit Jürgen Klopp und erklärt, was der FC Bayern in der Nachwuchsarbeit gerade besser als RB macht. 

David Wagner, Sie kamen 1995 beim FC Schalke in ein legendäres Team, das in der Saison darauf als Euro-Fighter Bekanntheit erlangte, als Sie mit Schalke legendär Uefa-Cup-Sieger wurden.
Ich habe von diesen zwölf Spielen fünf gespielt, habe einmal gestartet und ein Tor beigetragen. Im Endspiel bei Inter Mailand saß ich auf der Bank. Aber ja, ich war dabei (lacht).

Was hat Sie dieser Titel, diese Erfahrung gelehrt?
Dass im Fußball so ziemlich alles möglich ist, auch das schier Unmögliche, wenn die Mannschaft hart arbeitet, Mut und Teamwork beweist. Das war eine Geschichte, die gefühlt immer größer wird, je länger sie her ist. Als Trainer habe ich später Ähnliches mit Huddersfield erlebt, als wir in die Premier League aufgestiegen sind und dort die Klasse halten konnten.

„Diese Gemeinschaft in Mainz war etwas ganz Besonderes für mich”

Wie prägend war diese Schalker Zeit für Sie?
Am Ende sind das die Momente, die haften bleiben. Aber als Spieler hatte ich in Mainz meine schönste Zeit. Von den 25 Spielern im Kader kamen damals 23 aus einem Umkreis von 50 Kilometern. Das ist heute unvorstellbar. Wir haben mit einer Regionalauswahl jedes Jahr den Zweitliga-Klassenerhalt geschafft. Das war etwas ganz Besonderes für mich in dieser Gemeinschaft.

Und als Trainer?
Die schönste Zeit hatte ich bei Borussia Dortmund II, die größte und erfolgreichste in England.

Wagner und Klopp: „Das hat total gematcht”

Aus Mainzer Tagen rührt auch die besondere Verbindung zu Jürgen Klopp. Worauf fußt diese Seelenverwandtschaft?
Wir haben uns 1991 in Mainz kennengelernt, er war schon ein Jahr da, ich kam dazu. Wir sind schnell bei Auswärtsfahrten und Trainingslagern auf einem Zimmer gewesen. Das hat auf ganz vielfältige Weise total gematcht und auch noch gehalten, als ich weitergezogen bin, und er in Mainz blieb. Er wurde dann Taufpate meiner Tochter und ich später sein Trauzeuge.

Lesen Sie hier: Bundestrainer, RB, Real – Klopp schimpft über Gerüchte

Heute ist er als Head of Global Soccer bei Red Bull einer Ihrer Vorgesetzten. Wie eng ist die Zusammenarbeit im Alltag?
Wir telefonieren nicht viel mehr als sonst auch. Wir sprechen uns ungefähr alle zwei, drei Wochen, um diverse Themen abzusprechen. Mit Marcel Schäfer, der ja mein direkter Vorgesetzter bei RB Leipzig ist, gibt es natürlich auch regelmäßigen Austausch.

Wenn wir mal über den Tellerrand schauen: Beim FC Bayern funktioniert es gerade ganz gut, junge Spieler einzusetzen. Was können Sie sich da abschauen?
Ich glaube zu wissen, dass am Ende vor allem drei Faktoren zusammenkommen müssen, damit das funktioniert. Erstens: Du musst Topspieler ausbilden. Zweitens: Es braucht Freiräume im Kader. Und drittens: Die Chance, diesen Nachwuchsspieler auch immer wieder mal mutig einzusetzen. Vielleicht kommt bei den Bayern noch ein vierter Punkt hinzu: Wenn du im Hinspiel 6:1 gewonnen hast und im Rückspiel 3:0 führst, kannst du auch mal einen 16-Jährigen einwechseln. Hier bei RB bin ich dafür verantwortlich, dass zunächst mal Punkt eins umgesetzt wird.

Abstand zum FC Bayern: „Lücke sollte sich irgendwann schließen”

Das Beispiel Bayern zeigt, dass der Sprung vom U19-Niveau in die absolute Spitze durchaus möglich ist.
Absolut, das ist möglich. Aber wir müssen bedenken, dass die Akademie angesichts der Erfolge der ersten Mannschaft unseres jungen Vereins nicht im gleichen Tempo nachziehen konnte. Aber jetzt ist der Zeitpunkt, an dem sich diese Lücke irgendwann schließen sollte.

Einige Ex-RB-Nachwuchsspieler wie Lazar Samardzic oder Ermedin Demirovic sind anderswo zu gestandenen Profis gereift. Hat man die zu früh fortgeschickt?
Da frage ich zurück: Waren die vier gerade genannten Komponenten zu diesem Zeitpunkt gegeben? Wenn ja, behaupte ich, hätten sie es vielleicht auch schon direkt geschafft. Aber die Fälle gibt es immer wieder bei nahezu jedem Klub. Es muss halt alles passen.

Bisher hat RB nach der U19 viele Spieler in kleinere Ligen verliehen – meist ohne die gewünschte Entwicklung. Wie ist das künftig geplant?
Joyeux Bungi etwa haben wir gerade nach New York ausgeliehen. Das können wir mehr nutzen. Durch die Mehrzahl an Spielen, die wir generieren, kommen wir vielleicht auch auf genug Spiele, einen Topakteur nach der U19 noch ein Jahr im Profikader mittrainieren zu lassen.

Gibt es Gedanken, regional mit Partnervereinen zusammenzuarbeiten?
Wir sind prinzipiell immer offen für Ideen und gesprächsbereit. Es gibt Austausch im Rahmen der Förderoffensive mit einigen Vereinen in Leipzig und im Umland. Aber eine Kooperation steht aktuell nicht vor der Tür.

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