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Mit gebrochener NaseOrban versetzt RB in Ekstase

Von Ullrich Kroemer Aktualisiert: 06.04.2023, 10:12
Willi außer Rand und Band: Orban nach dem Sieg gegen den BVB.
Willi außer Rand und Band: Orban nach dem Sieg gegen den BVB. (Foto: imago/MIS)

Als Willi Orban in der Nachspielzeit zum 2:0 gegen den BVB traf, gab es kein Halten mehr im Stadion und auf dem Platz. Keeper Janis Blaswich, Trainer Marco Rose & Co. stürmten auf Orban zu. Der ballte an der Bande die Fäuste und hinter ihm türmte sie sich Jubeltraube auf.

„Es war die Entscheidung in einem Entscheidungsspiel. Da ist viel abgefallen in einer Phase, wo wir das eine oder andere Thema hatten”, sagte Rose nach der Verwandlung seiner Mannschaft. „Ich habe in der Kabine 15 bis 20 Minuten plus ein Wechsel-T-Shirt gebraucht, um wieder zu Atem zu kommen», sagte der Coach nach dem Vollsprint.

>>> Weiterlesen: Die Stimmen nach dem 2:0-Pokaltriumph von RB gegen den BVB

Orban: „Ich glaube, die brauchen mich da vorn”

20 Torschüsse hatte RB an diesem Abend abgegeben, zwei der BVB. Trotz der immensen Leistungssteigerung der Leipziger vergaben die komplett überlegenen Hausherren mehrere hundertprozentige Torchancen auf das erlösende 2:0.

So drohte bis zuletzt der Ausgleich, den BVB-Talent Jamie Bynoe-Gittens um ein Haar noch erzielt hätte. Doch Blaswich parierte den ersten gefährlichen BVB-Schuss des Abends und Orban setzte nach der darauffolgenden Ecke zum Spurt an.

„Ich habe überlegt: Gehst du mit oder nicht? Ich habe gedacht: Ich glaube, die brauchen mich da vorn”, erklärte Orban. Weil RB zu sechst oder siebt aufs Tor rannte, war das auch ein Risiko. Doch das Tor war bis auf Feldspieler Bynoe-Gittens leer, weil BVB-Keeper Gregor Kobel mit nach vorn gekommen war. So schnappte sich Orban die Vorlage von Kampl von vollendete vor dem hinter ihm stehenden André Silva.

Orban mit kaputter Nase: „Mehr als brechen kann sie nicht”

„Es tut einfach gut, dass wir uns wieder belohnt haben, wir haben viel geredet und es tut einfach gut, wenn das dann auch fruchtet und man das kriegt, was man will, wofür man jeden Tag aufsteht und arbeitet”, so Orban. „Ein Befreiungsschlag, wir wissen, dass wirs noch können, aber dass wirs jetzt umgesetzt haben, ist ein geiles Gefühl.”

Übrigens: Orban spielte trotz gebrochener Nase. „Die Nase war nach dem letzten Spiel gebrochen, aber das hat mich nicht behindert”, sagte der Kapitän. „Das war nicht der erste Nasenbeinbruch und mit Sicherheit nicht der letzte.”

Eine Maske kam für den härtesten RB-Kicker nicht infrage. „Wenn sie einmal kaputt ist ... Mehr als brechen kann sie nicht. Eine Maske würde mich mehr stören, als sie mir weiterhilft.” So ertrug Orban tapfer die Schmerzen und behielt den Durchblick nicht nur für eine konzentrierte Abwehrleistung, sondern auch für das befreiende Tor.

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