Treue-Bekenntnis im Trainingslager

Christopher Nkunku: „Habe nicht vor, RB Leipzig nächstes Jahr zu verlassen”

Von Ullrich Kroemer Aktualisiert: 14.07.2022, 17:01
Gut gelaunt und in sich ruhend: Christopher Nkunku.
Gut gelaunt und in sich ruhend: Christopher Nkunku. (imago/Picture Point LE)

Ein Star mit Manieren: Christopher Nkunku betritt den Medienraum im Teamhotel Schloss Pichlarn in Aigen und begrüßt jeden Journalisten persönlich. Der stille Franzose gibt selten Interviews, aber an diesem Donnerstagnachmittag berichtet er ausführlich über seine Vertragsverlängerung, Karrierepläne und seine ungewohnte Rolle als junger Vater.

... Vertragsverlängerung bis 2026: „Dass ich meinen Vertrag verlängert habe, ist für mich selbstverständlich, weil ich hier bei RB Leipzig eine Aufgabe begonnen habe, die noch nicht beendet ist. Wenn man sieht, wie wir in der Meisterschaft durchgezogen haben und den DFB-Pokal geholt haben, das macht schon Spaß.”

Nkunku: „Mindestens das Level des Vorjahres halten oder noch mehr leisten”

... Pläne: „Ich habe meinen Vertrag nicht verlängert, um den Verein im nächsten Jahr zu verlassen. Ich kann nicht in die Zukunft schauen, aber ich weiß, dass ich mich sehr wohlfühle bei RB Leipzig. Ich habe hier einen Job zu erledigen. Ich habe nicht vor, den Verein nächstes Jahr zu verlassen.”

... Tore und Assists: „Die Zahlen der Vorsaison sind überragend. Dafür muss ich mich bei der Mannschaft bedanken, ohne mein Team wäre das nicht möglich gewesen. Es wird schon auch diese Saison wieder gut werden. Alles ist Arbeit. Ich hoffe, dass ich dieses Jahr mindestens das Level des Vorjahres halten oder noch mehr leisten kann.”

Extraeinheit am freien Nachmmittag

... Verbesserungsmöglichkeiten: „Ich persönlich will mich immer verbessern und dafür arbeite ich auch hart. Nur ein Beispiel: Gestern hatten wir einen freien Nachmittag und trotzdem bin ich auf den Platz gegangen und habe meine Sachen trainiert. Das sind die Dinge, die mich voranbringen.”

... Schlüssel für seine Leistungssteigerung: „Für uns junge Spieler ist es immer schwer, mal sind die Kritiken positiv, mal negativ. Aber um sich weiterzuentwickeln, muss man Kritiken annehmen, das bearbeiten, aber immer meine Sache durchzuziehen. Ich höre zu, wenn der Trainer mit mir redet und das umzusetzen.”

... französische Nationalelf: „So richtig neu fühle ich mich gar nicht, ich kenne viele Spieler schon aus der Vergangenheit. Als ich dazustieß, war das ganz locker. Ich muss mir meinen Platz erarbeiten. Der Trainer hat mir nicht gesagt, dass ich bei der WM dabei bin, sondern: Wer arbeitet, ist dabei! Damit habe ich begonnen.”

Nkunku als Vater noch in der „Lernphase”

... die Deutsche Meisterschaft: „Wir haben wirklich eine gute Rückrunde gespielt und jeder weiß jetzt genau, was er tun muss. Ob wir soweit sind, die Meisterschaft zu gewinnen, ist eine andere Sache. Aber wir wollen mehr. Was wir bisher erreicht haben, ist gut. Aber wir werden uns darauf nicht ausruhen. Am Ende kann etwas Gutes dabei herauskommen.”

... seine Familie: „Ich bin jetzt junger Vater, muss immer darauf achten, dass ich Verantwortung meinem Kind gegenüber habe und aufpassen, dass alles nach Plan läuft. Das ist nicht so einfach: So viel Erfahrung habe ich noch nicht als Vater. Ich bin noch in einer Lernphase.”

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