Trotz langer Schlangen in Dessau

Vorverkauf für DFB-Pokalspiel gegen Ottensen läuft im Netz schleppend

Von ukr Aktualisiert: 03.08.2022, 13:24
Schlange vorm Kartenverkauf für das DFB-Pokalspiel von RB Leipzig in Dessau.
Schlange vorm Kartenverkauf für das DFB-Pokalspiel von RB Leipzig in Dessau. (Foto: Thomas Ruttke/MZ)

In Dessau bildeten sich am Dienstag zum Start des freien Vorverkaufs für das DFB-Pokalspiel zwischen Teutonia Ottensen und RB Leipzig lange Schlangen. Das berichtet die Mitteldeutsche Zeitung. Die Erstundenpartie am 30. August (Anpfiff: 20.46 Uhr) wird in Dessau ausgetragen, weil Ottensen im heimischen Stadion wegen des im DFB-Pokal verbotenen Kunstrasenplatzes nicht antreten darf und sich sonst kein Klub in der Hansestadt oder im Umland fand, der dem Regionalligisten Asyl gewährt hätte. Unter anderem sagte der FC St. Pauli mit dem Verweis auf Gegner RB Leipzig ab, dessen Werte nicht mit denen der Paulianer vereinbar seien.

In Dessau ist das Interesse vor Ort nun offenbar groß. Doch bei den Stamm-Fans des Pokalsiegers aus Leipzig ist die Begeisterung noch verhalten. Wie RB Leipzig auf Anfrage mitteilte, sind aktuell 6000 der etwa 19.000 verfügbaren Karten im Paul-Greifzu-Stadion verkauft. Die Tickets werden im Vorverkauf vor Ort und über die Plattform etix vertrieben. Laut MZ seien bereits am Montag insgesamt 5000 Karten an Teutonia-Fans und -Mitglieder sowie Dauerkartenbesitzer und Mitglieder Offizieller Fanclubs von RB Leipzig verkauft worden. Weitere 1000 dann im freien Verkauf am Dienstag.

Protest beim Pokalspiel von RB Leipzig?

Der Erlös des Ticketverkaufs geht im DFB-Pokal in der Regel an die unterklassigen Klubs (bis einschließlich Regionalliga). Das handhabte RB im vergangenen Jahr beim Gastspiel in Babelsberg auch so. Der Bundesligist profitiert also nicht vom Gastspiel in Dessau.

Durch den freien Verkauf ist auch mit Protesten zu rechnen. Wie Twitter-User RB Leipzig International beobachtete, gut informierter RB-Fan und Auswärtsreisen-Organisator aus Dessau, waren zum Start des Vorverkaufs auch Fans anderer Klubs auszumachen, die die Gelegenheit zum Protest gegen RB nutzen könnten.