Vier Siege in serie Aus der Krise geschossen: Ex-RB-Trainer Rose demütigt englischen Rekordmeister
Nach einem schwierigen Saisonstart kommt Marco Rose mit dem AFC Bournemouth immer besser in Fahrt. Der ehemalige Trainer von RB Leipzig feiert den vierten Pflichtspielsieg in Folge und stürzt Englands Rekordmeister noch tiefer in die Krise.

Leipzig/hen – Vor wenigen Wochen sah es für Marco Rose in England noch ziemlich ungemütlich aus. Der frühere Trainer von RB Leipzig steckte mit dem AFC Bournemouth in einer sportlichen Krise. Doch inzwischen hat sich das Blatt gewendet. Am Sonntag feierte der 50-Jährige mit seinem Team einen eindrucksvollen 3:0 (2:0)-Auswärtssieg bei Manchester United. Es war bereits der vierte Pflichtspielsieg hintereinander.
Rose verschärft Krise von Manchester United
Dabei hatte Rose mit seiner Mannschaft zuvor sechs Pflichtspiele in Folge nicht gewinnen können. Auf Niederlagen gegen Liverpool und Chelsea folgte nun eine bemerkenswerte Serie: Bournemouth besiegte zunächst Sturm Graz in der Europa League mit 3:0, anschließend den AFC Sunderland in der Premier League mit 2:0. Unter der Woche folgte ein überraschend deutliches 3:0 gegen die AC Mailand, ehe die Mannschaft nun auch im legendären Old Trafford triumphierte.
Gegen den englischen Rekordmeister, der demnächst in der Champions League Leipzig zu Gast haben wird (8.12.), sorgten der Brasilianer Rayan (38.) und Marcus Tavernier (43.) mit einem Doppelschlag bereits vor der Pause für klare Verhältnisse. Evanilson erhöhte nach 71 Minuten auf 3:0. Für Bournemouth war es der dritte 3:0-Auswärtssieg bei Manchester United innerhalb von vier Spielzeiten.
Carrick bestraft Fernandes
Während Rose seine Mannschaft wieder auf Kurs gebracht hat, wird die Situation für United-Coach Michael Carrick immer bedrohlicher. Seine Mannschaft steht nach acht Ligaspielen mit nur sieben Punkten auf Tabellenplatz 16, lediglich einen Zähler vor den Abstiegsrängen. Seit acht Pflichtspielen wartet United auf einen Sieg.
Für zusätzliche Unruhe sorgte Carricks Entscheidung, Kapitän Bruno Fernandes über die gesamten 90 Minuten auf der Bank zu lassen. Der Portugiese hatte nach der 1:4-Niederlage in der Champions League bei Como öffentlich die Taktik seines Trainers kritisiert.
Rose dagegen kann nach seinem schwierigen Saisonstart erst einmal aufatmen. Vier Siege ohne Gegentor, zwölf eigene Treffer.