Was Klopp nie tat Roger Schmidt heute in Leipzig: Diese Gespräche führt er bei RB
Der neue Red-Bull-Fußballchef Roger Schmidt stellt sich an diesem Donnerstag bei RB Leipzig vor: Von der Managementebene über das Trainerteam bis hin zur gesamten Belegschaft.

Leipzig – Genau eine Woche nach Amtsantritt ist Roger Schmidt zum ersten Mal bei RB Leipzig zu Besuch. Der neue globale Fußballchef von Red Bull ist heute nach RBlive-Informationen den ganzen Tag im Trainingszentrum am Cottaweg beziehungsweise in der neuen Geschäftsstelle am Arenablick.
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Schmidt spricht zur gesamten RB-Belegschaft
Den 59-Jährige hat dabei eine beeindruckende Termindichte, wie man hört. Zunächst stellte er sich am Morgen dem Management vor, danach führt er zahlreiche Gespräche mit dem Trainerteam um Martin Demichelis und dem Staff. Eine gute Kommunikation zwischen dem RB-Coach und dem neuen Vordenker ist unerlässlich. Wie sensibel das Gebilde ist, offenbarte sich nach Saisonende, als öffentlich wurde, dass Schmidts Vorgänger Jürgen Klopp und Ex-Trainer Ole Werner bereits seit November keine gemeinsame Ebene mehr hatten und am Ende nahezu völlige Funkstille herrschte.
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Im Anschluss wird Schmidt sich bei einem sogenannten Townhall-Meeting im Eingangsbereich der neuen Geschäftsstelle auch der gesamten Belegschaft des Klubs vorstellen. Etwas, das Klopp nie tat, was nicht gut ankam bei den Leipziger Mitarbeitern.
Erster Stadionbesuch bei RB in der Champions League gegen die PSV
Am Dienstag in der Champions League gegen seinen Ex-Klub PSV Eindhoven (21 Uhr), mit dem er zweimal Vize-Meister und Pokalsieger wurde, wird Schmidt dann zum ersten Mal in neuer Funktion im Leipziger Stadion auf der Tribüne sitzen. Am Samstag gegen Eintracht Frankfurt klappt das nicht, weil er zu Gast im ZDF-Sportstudio ist. Am kommenden Donnerstag soll er offiziell in Salzburg am Rande des Europa-League-Spiels gegen die AC Milan vorgestellt werden.
Spannende Konstellation mit Schmidt und Demichelis
Schmidt hatte seine Trainerkarriere einst beim Delbrücker SC begonnen, war dann unter Ralf Rangnick Trainer bei Red Bull Salzburg gewesen und hatte zuletzt bis Mitte 2024 Benfica Lissabon trainiert. Aktuell ist er Chefberater der japanischen J-League und verantwortet nun ab 1. Oktober als Head of Global Soccer sieben Red-Bull-Klubs.
Zum Einstand hatte er mitteilen lassen: „Es fühlt sich gut an, zurück bei der Red-Bull-Familie zu sein.” Dieses Umfeld sei „einzigartig im Weltfußball, und die Ambition dahinter ist es, was es so spannend macht. Jetzt freue ich mich darauf, die Menschen hinter unseren Klubs kennenzulernen, zu verstehen, wie sie arbeiten, und auf Fundamenten, die bereits stark sind, die Zukunft zu bauen.”
Der Wunsch von RB Leipzig ist, dass Schmidt sehr viel enger an das Flaggschiff der Red-Bull-Fußballflotte heranrücken soll, als Klopp das getan hatte. Auch Schmidt soll als Chefberater dazu beitragen, dass Demichelis und sein Team die Kurve kriegen. Eine spannende Konstellation, denn noch ist offen, wie sich die Chemie zwischen Schmidt und Demichelis sowie Sportchef Marcel Schäfer entwickeln wird.