RB Leipzig

Willi Orban fordert von den Kollegen Extraschritte

25.04.2018, 12:10
Der Mann bei RB Leipzig mit der Binde: Willi Orban
Der Mann bei RB Leipzig mit der Binde: Willi Orban imago/Contrast

Nach der jüngsten Flut an Gegentoren hat Willi Orban von seinen Kollegen bei RB Leipzig ein anderes Auftreten gefordert. „Die grundsätzliche Bereitschaft will ich keinem absprechen. Aber der Extraschritt tut im Moment weh. Dennoch müssen wir ihn gehen – auch mehr gehen als zuletzt, als Spiele gekippt sind, weil genau dieser letzte Schritt gefehlt hat“, erklärt er im Interview mit Sportbild (Print).

RB Leipzig braucht eine bessere Defensivarbeit aller Spieler

Man müsse „wieder mehr als Mannschaft verteidigen“, meint Willi Orban weiter. “ Wir müssen uns cleverer anstellen, wieder geschlossener agieren, kompakter sein.“ Dabei gehe es auch darum, dass die Offensivspieler sich an der Abwehrarbeit beteiligen und „schon vorne viel herausfiltern“. Zudem müsste man in der Offensive effizienter werden.

An der Taktik lägen die defensiven Probleme der letzten Wochen nicht, ist sich Willi Orban sicher. „Der Trainer hat uns immer sehr gut eingestellt. Wir bekommen einen klaren Matchplan, müssen aber flexibler sein, wenn der Gegner etwas umstellt oder verändert. Wir Spieler müssen das als Erste erkennen und darauf reagieren“, nimmt er seine Kollegen auch hier in die Pflicht.

Willi Orban nutzt Doppelbelastung nicht als Ausrede

Auch die hohe Belastung durch die Teilnahme an Champions und Europa League will Willi Orban nicht als Ausrede gelten lassen. In England spiele man noch viel mehr als in Deutschland. “ Daher sollte unser Programm schon zu schaffen sein.“ Eher gehe es darum, dass alle konzentriert bleiben. In den letzten Spielen wolle man zeigen, dass RB Leipzig „nicht die Puste ausgeht“ und will man den Einzug in die Europa League sichern.

Dabei geht Willi Orban auch davon aus, dass künftig weiter Ralph Hasenhüttl das Team auf Europapokal und Meisterschaft vorbereitet. „Für uns ist klar, dass Ralph Hasenhüttl in der nächsten Saison unser Trainer bleibt. Zumindest hat uns bisher niemand etwas anderes gesagt.“ Man wisse um die Thematik der Vertragsverlängerung, aber die Mannschaft beschäftige sich nicht damit und nutze das nicht als „Alibi“.