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"Taktische Mängel" Erstes Startelfspiel für Real: Ex-RB-Star Diomande löst sofort Debatte aus

Yan Diomande durfte erstmals für Real Madrid von Beginn an ran. Doch nach dem 4:1 gegen Vallecano wird bereits über seine Rolle diskutiert. Weil Arda Güler nach seiner Einwechslung überzeugte und José Mourinho überraschend deutliche Worte fand.

13.09.2026, 12:19
Ex-RB-Star Yan Diomande bei seinem Startelfdebüt für Real Madrid.
Ex-RB-Star Yan Diomande bei seinem Startelfdebüt für Real Madrid. Foto: Imago/Zuma Wire

Madrid/Leipzig – Fünf Pflichtspiele musste Ex-RB-Star Yan Diomande auf seine Premiere warten. Jetzt war es soweit: erster Startelfeinsatz für Real Madrid nach seinem Hollywood-Wechsel im Sommer. Der nächste Sieg, dieses Mal 4:1 gegen Rayo Vallecano. Und prompt die erste hitzige Debatte im Umfeld des Großklubs.

Güler beruhigt die Partie

Für Diomande musste nämlich Arda Güler auf die Bank. Der Türke war zuvor auf dem rechten Flügel gesetzt gewesen. In Minute 72 wechselten beide die Plätze. Güler beruhigte die zuvor ins Zittern geratene Partie und legte den Siegtreffer auf.

Die „AS“ schrieb nach der Partie unverblümt, das Problem bei Diomandes Aufstellung sei, dass Güler dafür weichen müsse. Der Türke habe nach seiner Einwechslung in knapp 20 Minuten eindrucksvoll gezeigt, wer derzeit das Spiel der Königlichen präge.

Mourinho tobt

Dabei hatte Diomande keineswegs ein lausiges Spiel gemacht. Der Teenager zeigte in der ersten Hälfte mehrfach seine enorme Geschwindigkeit und setzte zu seinen typischen Dribblings an. Nach der Pause war der frühere Leipziger zunehmend mit Defensivarbeit beschäftigt.

Real führte zur Halbzeit bereits 3:0, ließ Rayo anschließend aber zurück ins Spiel kommen. Nach dem 1:3 übernahmen die Gäste zeitweise die Kontrolle, José Mourinho tobte an der Seitenlinie, von den Rängen gab es Pfiffe. Nach Diomandes Auswechslung brachte Güler wieder mehr Struktur ins Real-Spiel und bereitete in der Nachspielzeit Mbappés Treffer zum 4:1 vor. 

Diomandes ist Real teuerster Transfer der Klubgeschichte

Mourinho kam nach der Partie um die Debatte Diomande oder Güler nicht herum. Mourinho gab zu, dass der Türke nach seiner Einwechslung „einen echten Unterschied“ gemacht habe. Kurz zuvor hatte er den 19-Jährigen als "naiv" bezeichnet. Gleichzeitig verteidigte er seine Entscheidung pro Diomande: Hätte er den teuersten Neuzugang der Real-Geschichte (130 Mio. Euro) erneut nicht aufgestellt, wäre die erste Frage anschließend gewesen, warum der aus Leipzig eingekaufte Ivorer wieder nicht gespielt habe.

Auf die Frage, ob ihn der hohe Preis des Leipzigers unter Druck setze, reagierte Mourinho fast genervt: Er sei „ein bißchen zu alt“, um sich davon beeinflussen zu lassen.

Mourinho sieht "taktische Defizite"

Aber, er gebe zu, Diomande sei noch nicht auf Topfußball-Level. Der junge Afrikaner habe ja auch aber erst wenig Erfahrung im europäischen Spitzenfußball und müsse „aus taktischer Sicht noch viel lernen“.

Die Kritik wirkt seltsam: Mangelnde taktische Disziplin war zu Diomandes RB-Zeit nur selten ein Thema. Im Gegenteil: Coach Ole Werner gab ihm bewusst Freiheiten für riskante Dribblings, weil RB die Situationen dahinter absicherte. Gleichzeitig fiel Diomande immer wieder durch seine Arbeit gegen den Ball auf. Im Januar gewann er 60 Prozent seiner Zweikämpfe und führte zeitweise sogar die ligaweite Statistik der gewonnenen Duelle an.