Vor Druck-Spiel gegen Frankfurt Was bedeutet für Baku die Nullnummer unter Klopp beim DFB?
Ridle Baku ist zurück in Leipzig und dürfte gegen Frankfurt direkt wieder in der Startelf stehen. Auf der Partie liegt nach drei Auswärtspleiten Druck. Aber auch für den Rechtsverteidiger ist der Wiedereinstieg nicht einfach: Er spielte beim DFB keine einzige Minute.

Leipzig/hen - Ridle Baku ist zurück in Leipzig. Am heutigen Mittwoch kehrt der 28-Jährige von der Nationalmannschaft zu RB zurück, am Donnerstag ist das erste Training des Kaders plus Nationalspieler nach dem fast zweieinhalbwöchigen Länderspielbreaks und zuletzt drei Auswärtspleiten in Serie.
Danach kommt die Eintracht vorbei, es liegt Druck auf der Partie. Die Chancen, dass der Rechtsverteidiger von Rasenballsport gegen Frankfurt am Samstag (18.30 Uhr) beginnen wird, stehen nicht schlecht. Vielleicht hilft das ja dabei, die vergangenen Tage beim DFB schnell zu vergessen.
Baku nimmt Sonderrolle ein
Baku gehörte zum zweiten der beiden Kader, mit denen Bundestrainer Jürgen Klopp insgesamt 44 Spieler für seine ersten vier Länderspiele sichtete. Gegen Serbien und Griechenland saß der Leipziger jeweils draußen. Sprich, es gab keine einzige Einsatzminute für einen Spieler, der mit acht A-Länderspielen angereist war. Eine Demütigung?
Fakt ist: Baku nimmt unter Klopps Null-Minuten-Profis eine unrühmliche Sonderrolle ein. Denn die ebenfalls nicht eingesetzten Noah Atubolu und Finn Dahmen im Tor sowie Max Rosenfelder, Finn Jeltsch und Felix Keidel hatten vor dem Lehrgang noch kein A-Länderspiel bestritten. Jamal Musiala blieb ebenfalls ohne Minute, verletzte sich allerdings vor Klopps erstem Spiel und fällt deshalb aus der Bewertung heraus.
Signal von Klopp an RB-Profi?
Ist das ein Signal für Baku - der Traum von weiteren Berufungen erst einmal ausgeträumt? Auf seiner Position kam Philipp Treu ebenfalls als DFB-Neuling zu Klopp. Der Freiburger reiste nach vier Spielen mit seinen drei ersten A-Länderspielen wieder nach Hause – alle drei von Beginn an. So auch beim abschließenden 0:0 in Griechenland.
Klopp will seinen XXL-Kader im November wieder auf normale Größe reduzieren. Aus 44 werden ungefähr 23 oder 24 Spieler. Nach zwei Partien auf der Bank muss Baku nun vor allem bei RB Argumente liefern.
Tür steht offen
Immerhin, der von Klopp zweite eingesetzte Rechtsverteidiger, Stuttgarts Josha Vagnoman, lieferte kaum Argumente für die Ersatzrolle hinter Treu. Es ist deshalb die berühmte Tür, die Klopp sperrangelweit aufhalten will, für Baku nicht grundsätzlich zu. Aber sie ist gerade auch nicht in Reichweite.