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"Wir sind dran" Vier verletzte Topspieler: Geht RB-Coach Demichelis bewusst ins Risiko?

Vier Ausfälle nach nur drei Ligaspielen: Bei RB Leipzig wird es personell langsam dünn. Martin Demichelis erklärt, warum die intensive Spielweise trotzdem bleiben soll und welches Risiko er dabei einkalkuliert.

20.09.2026, 12:52
Leipzigs Nummer 8, Assan Ouedraogo, muss beim 5:0 gegen den HSV verletzt vom Spielfeld.
Leipzigs Nummer 8, Assan Ouedraogo, muss beim 5:0 gegen den HSV verletzt vom Spielfeld. Foto: Imago/Picture Point LE

Leipzig/hen – Man könnte meinen, RB-Trainer Martin Demichelis könnte Probleme haben, eine schlagkräftige erste Elf gegen Bayer Leverkusen aufs Feld zu stellen. Noch aber findet er genügend Profis in seinem Kader. Den jüngsten Ausfall von Stürmer Marc Guiu kann der 43-Jährige mit Romulo kompensieren, der eine Verletzung aus der Vorbereitung auskuriert hat.

Ouedraogo nicht vor Januar zurück

Auch hinter der vordersten Reihe sind noch genug Spieler vorhanden, obwohl sich wenige Tage vor Guiu auch Assan Ouedraogo mit einer ausgekugelten Schulter für dieses Jahr abgemeldet hat. Eine Rückkehr des 19-Jährigen wird nach seiner OP erst Ende des alten Jahres ein Thema werden.

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Trotzdem wird es langsam dünn in der Kabine von Rasenballsport, in der ja auch Rocco Reitz fehlt, ebenso Christoph Baumgartner, der sich bereits vor der WM in Nordamerika am Knie verletzt hatte. Bei den anderen Spielern stellt sich nach erst drei Ligaspielen die Frage, ob ein Muster bei den Verletzungen zu erkennen ist.

Reitz brachte Erkrankung mit

Ouedraogo fällt aus, die zwei Muskelverletzungen von Reitz und Guiu legen aber nahe, dass möglicherweise Überlastung ein Thema sein könnte. Beide sind allerdings neu im Klub, Reitz kam aus Gladbach und brachte eine Viruserkrankung mit. Guiu kam vom FC Chelsea.

Demichelis reagierte auf der Pressekonferenz vor dem Bayer-Auswärtsspiel auf die Frage nach möglichen Zusammenhängen zwischen Intensität und Verletzungshäufigkeit. „Wir machen von allen Ligateams die meisten Sprints“, sagte er und erklärte: „Das ist unsere Idee und das ist ein bisschen ja unser Risiko. Spieler, die nie viel laufen, verletzen sich auch nicht.“

Thema vom Tisch?

Der Argentinier sagte weiter, dass die Möglichkeit von Verletzungen einkalkuliert sei, denn er lasse spielen, wie es sich der Klub wünsche. „Was wollen wir für eine Mannschaft sein, was ist unsere Philosophie als Verein?“, fragte er rhetorisch. „Wir wollen sprinten, wir wollen nach vorn spielen, wir wollen Pressing. Das geht aber nur, wenn du aktiv bist. Im modernen Fußball geht es nicht ohne Sprints. Manchmal hat man Pech, manchmal nicht.“

Demichelis beendete das Thema für sich: „Wir sind dran“, sagte er.