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Bayer heftet sich an RB Leverkusen gewinnt mit 17-jährigem Debütanten

Debüt mit 17: Florian Wirtz gegen Franklin Bittencourt.

Debüt mit 17: Florian Wirtz gegen Franklin Bittencourt.

Bayer Leverkusen macht im Kampf um die Champions-League-Plätze mächtig Druck auf RB Leipzig. Nach dem 4:1 (2:1)-Erfolg bei den abstiegsbedrohten Bremern hat das Team von Trainer Peter Bosz nun nur noch einen Zähler Rückstand auf die Leipziger.

Bosz sagte: „Ich bin natürlich zufrieden, wenn man 4:1 in Bremen gewinnt. Wir haben verdient gewonnen, auch wenn wir nicht immer gut gespielt haben.” Doch insgesamt knüpfte die Werkself an ihre gute Form aus der Zeit vor der Saison-Unterbrechung an.

Der überragende Nationalspieler Kai Havertz (28. Minute, 33.), Mitchell Weiser (61.) und Kerem Demirbay (78.) erzielten die Treffer für die Gäste. „Nichtsdestotrotz merkt man natürlich, dass eine sechswöchige Pause schon ein bisschen in den Beinen steckt. Es war wie ein Testspiel vor der Saison. Aber trotzdem haben wir es gut gemacht und können mit dem Resultat zufrieden sein”, sagte Havertz.

Matchwinner Kai Havertz, Lob für Debüt des 17-jährigen Florian Wirtz

Von Beginn an dominierten die Gäste aus dem Rheinland, während die Hausherren vor allem defensiv alte Schwächen offenbarten. Bayer war in der 28. Minute verdient in Führung gegangen. Nach einer Flanke von Moussa Diaby köpfte Havertz zum 1:0 ein. Die Bremer Antwort ließ aber nicht lange auf sich warten. Nach einer Ecke verlängerte Theodor Gebre Selassie den Ball ins Bayer-Tor (30.). Es war das erste Werder-Heimtor seit fast einem halben Jahr und nach fünf Partien im Weserstadion ohne eigenen Treffer. Die Freude bei den Gastgebern währte aber nur kurz, denn schon mit dem nächsten Angriff ging Leverkusen durch Havertz wieder in Führung.

Auch nach dem Seitenwechsel fehlte Werder einfach die Qualität, um gegen eine Spitzenmannschaft wie Leverkusen zu bestehen. Nach etwas mehr als einer Stunde machte Weiser nach dem nächsten Bremer Abwehrpatzer alles klar. Der erste Bundesligatreffer von Demirbay für Leverkusen sorgte dann für die endgültige Entscheidung.

Bei Bayer gab der erst 17 Jahre alte Florian Wirtz sein Debüt in der Ersten Liga und ließ sein technisches Können immer wieder aufblitzen. Der rechte, offensive Mittelfeldspieler löste Havertz als jüngster Debütant von Leverkusen in der Bundesliga ab. Nur Nuri Sahin (16 Jahre, elf Monate und ein Tag) sowie Yann Aurel Bisseck (16 Jahre, elf Monate und 28 Tage) waren bei ihren Bundesliga-Debüts für Borussia Dortmund und den 1. FC Köln jünger als Wirtz mit seinen 17 Jahren und 15 Tagen.

Der Teenager bekam für seine Premiere viel Lob bekommen. „Das ist immer etwas Besonderes, wenn man ein Debüt macht. Erst recht mit 17. Es war alles in allem eine gute Leistung von ihm, er war nicht nervös”, sagte Bosz. Der Youngster stand beim Geisterspiel sogar in der Startelf der Gäste und spielte bis zur 62. Minute.

Bremer Bürgermeister: „Bleibt problematisches Signal”

Außerhalb des Stadions war es komplett ruhig geblieben. Das Szenario: „Hunderte Werder-Fans unterstützen die Mannschaft vor dem Stadion, die Polizei muss eingreifen, Geisterspiele im Weser-Stadion werden künftig untersagt.” Doch das trat an diesem Montagabend nicht ein. Ob das den kritischen Bremer Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) beruhigt, wird man sehen.

Es bleibe „das ganz problematische Signal an die Öffentlichkeit: Wir predigen überall ,Abstand halten’, im Kindergarten, in der Schule, in den Gaststätten. Und dann lassen wir sportliche Großereignisse zu, bei denen es zum Programm gehört, dass sich 22 Menschen auf die Pelle rücken. Und zwar nicht aus zwei Haushalten, sondern aus 22 verschiedenen Haushalten”, hatte Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte vor der Partie in der ARD gesagt. (RBlive/dpa)

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