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Offene Punkte vor Restart Profiklubs beraten heute über strittige Themen

Wie geht die Bundesliga mit einem möglichen Saison-Abbruch um? Wichtige Punkte sind noch zu klären.

Wie geht die Bundesliga mit einem möglichen Saison-Abbruch um? Wichtige Punkte sind noch zu klären.

Bevor ab Samstag in den leeren Bundesliga-Stadien nach zwei Monaten Corona-Auszeit wieder der Ball rollt, kommen die 36 Proficlubs an diesem Donnerstag in einer Videoschalte noch einmal zusammen. Es gibt einiges zu besprechen. Einigkeit herrscht im Vorfeld nicht in allen Punkten. Vor allem die Abstiegsfrage im Falle eines vorzeitigen Saisonabbruchs spaltet die Liga. Ein Überblick über die Schwerpunkte der Mitgliederversammlung.

SAISONABBRUCH: Die Modalitäten für einen möglichen Saisonabbruch waren bereits vor der Sitzung ein großer Streitpunkt. Der DFL-Plan sieht nach Informationen der „Bild“ vor, dass dann die zu diesem Zeitpunkt aktuelle Tabelle gewertet werden soll. Damit könnte ein Meister gekürt werden, es gäbe jeweils zwei feste Absteiger und keine Aufstockung der Ligen.

Werder Bremens Aufsichtsratschef Marco Bode kritisierte die Vorgehensweise der DFL. „Das ist eine Regelung, die unglaublich viel nach sich zieht. Da kann man nicht einfach en passant wenige Tage vor der Wiederaufnahme des Spielbetriebs eine Entscheidung solcher Tragweite treffen“, sagte er am Mittwoch nach einer Videoschalte der 18 Erstligisten. Er dementierte allerdings, dass es eine Abstimmung gegeben habe, in der sich nur zehn Clubs für den DFL-Vorschlag ausgesprochen hätten. Womöglich wird am Donnerstag diese Entscheidung bei der Mitgliederversammlung vertagt.

NEUTRALE PLÄTZE: Ein Satzungsantrag sieht nach „Kicker“-Informationen vor, dass Spiele kurzfristig in einer anderen Arena ausgetragen werden können - falls dies aus „übergeordneten zwingenden rechtlichen, organisatorischen und/oder sicherheitstechnischen Gründen“ nötig ist. Die Kosten dafür würde demnach die DFL tragen. Hintergrund ist, dass der Fußball bei der Durchführung von Geisterspielen auf die Genehmigung der örtlichen Behörden beziehungsweise Bundesländer angewiesen ist.

SAISONENDE: Die Clubs sollen einem möglichen Szenario zustimmen, dass die Saison notfalls erst im Juli endet. Was sie für die Relegationsteilnehmer ohnehin schon tut. Zahlreiche Spielerverträge enden am 30. Juni, was zu rechtlichen Problemen im Falle eines längeren Spielbetriebs führen kann.

AUSWECHSLUNGEN: Die Erhöhung des Auswechselkontingents auf fünf Spieler soll für den Rest der Saison beschlossen werden. Das International Football Association Board und der Weltverband FIFA hatten den Weg für eine Regeländerung in der Corona-Krise unlängst frei gemacht. Damit sollen die Spieler angesichts des dicht gedrängten Kalenders und möglicher Spiele bei großer Hitze im Sommer entlastet werden. (dpa)

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