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"Irregulär" vs. "kein Handspiel": Diskussionen um das 3:0 für RB Leipzig in Wolfsburg

Intensives Zwiegespräch mit unterschiedlichen Ansichten zum Treffer von RB Leipzig.

Intensives Zwiegespräch mit unterschiedlichen Ansichten zum Treffer von RB Leipzig.
Copyright: imago images / Picture Point LE

Sehr lange besprach sich Schiedsrichter Felix Zwayer nach dem vorentscheidenden Treffer zum 3:0 für RB Leipzig beim 6:1-Sieg beim VfL Wolfsburg mit VfL-Trainer Oliver Glasner. Zuvor hatte Wout Weghorst Yussuf Poulsen den Ball an der Mittellinie an den vom Körper abgespreizten Arm geschossen. Aus dem daraus resultierenden Konter heraus erzielte Emil Forsberg das 3:0 und zog den Gastgebern damit endgültig den Zahn.

Felix Zwayer sieht Handspiel von Yussuf Poulsen als nicht strafbar an

Wilde Proteste der Wolfsburger Spieler und des Trainers waren die Folge, woraufhin sich Zwayer zum Gespräch zu Oliver Glasner begab. Er "hat mir erklärt, dass das Handspiel für ihn nicht strafbar und nicht ursächlich für das Gegentor war", erzählte Glasner nach der Partie von seiner Aussprache mit Zwayer. "Er hat es anders gesehen als wir alle. Damit muss ich leben." Für ihn sei der Treffer "irregulär" gewesen.

Anders gesehen als Glasner hatte es im Detail allerdings auch Julian Nagelsmann. "Ich sehe es nicht als Handspiel. Er schießt ihn aus einem halben Meter senkrecht nach oben an." Fußballtypisch könne das gar kein strafbares Handspiel sein. Allerdings ging Julian Nagelsmann in Übereinstimmung mit Glasner davon aus, dass das Tor in der Bundesliga nach Videobeweis zurückgepfiffen worden wäre. Die Regeln besagen seit dieser Saison, dass im Zusammenhang mit einer Torerzielung jede auch unabsichtliche Berührung mit Hand oder Arm verboten ist.

Felix Zwayer mit großzügiger Regelauslegung zugunsten von RB Leipzig

Dass der Treffer in der Bundesliga zurückgenommen worden wäre, ist allerdings unwahrscheinlich, da Felix Zwayer das Handspiel nicht nicht wahrgenommen, sondern einfach als nicht strafbar bewertet hatte und somit eigentlich kein Eingriffsgrund für den im DFB-Pokal erst ab dem Achtelfinale eingesetzten Videoassistenten vorlag. Aus Zwayers Sicht war weder das Handspiel selbst strafbar, noch war die Berührung mit dem Arm direkt mit dem Torerfolg verbunden.

Für die Entscheidung des Schiedsrichters spricht dabei, dass der Abstand von der Mittellinie bis zum Torerfolg groß genug war, um die Chance und den Treffer nicht als direktes Resultat des Handspiels zu sehen. Gegen den Schiedsrichter spricht, dass der Arm von Poulsen sehr weit abgespreizt war und die Körperfläche so strafbar vergrößerte, dass die Balleroberung und der Konter überhaupt erst möglich wurden. Hätte Zwayer das Handspiel geahndet, wäre die Aufregung auf dem Platz wohl jedenfalls insgesamt sehr viel geringer ausgefallen, weil es eher dem entsprochen hätte, was Spieler und Trainer von der aktuellen Regelauslegung bei Handspielen erwarten.

(RBlive/ mki)

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