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Von Ullrich Kroemer, Martin Henkel

Pressingtanz und kollektiver Sekundenschlaf Die Spieler von RB Leipzig in der Einzelkritik

Als der Ball einschlug: Vor dem 0:1 war die linke Abwehrseite der Leipziger indisponiert.

Als der Ball einschlug: Vor dem 0:1 war die linke Abwehrseite der Leipziger indisponiert.

So haben wir die Spieler von RB Leipzig beim 0:1 (0:1) gegen den FC Bayern gesehen:

Peter Gulacsi: Bis auf ein, zwei Unsicherheiten in der Anfangsphase eine solide Partie von Peter Gulacsi. Da brachte der Keeper erst Tyler Adams mit einem Pass ins Zentrum in Schwierigkeiten und faustete dann nach einer Ecke den Ball dem überraschten Eric Maxim Choupo-Moting für die Füße. Bei Leon Goretzkas Knaller war der Ungar machtlos. Parierte dann noch einmal gut gegen Thomas Müller (78.), viel mehr hatte Pete nicht zu tun. Note: 3.


Nordi Mukiele: Defensiv und gegen den Ball eine starke Partie, vollführte in der zweiten Hälfte einen regelrechten Pressingtanz gegen drei Bayern. War bei vielen Angriffen in der Entstehung beteiligt – viel lief über seine rechte Seite –, wurde aber nicht torgefährlich oder viel durch Flanken auf, was auch der Tatsache geschuldet war, dass er in der Viererkette nicht so offensiv wie sonst eingesetzt wurde, wenngleich er als Switch-Spieler Freiheiten nach vorn hatte. Unnötig, dass er sich gegen Hernandez die fünfte Gelbe einhandelte. Note: 2,5.


Willi Orban: Gewann wieder die meisten Zweikämpfe und war auch gegen die schnellen Kingsley Coman und andere immer auf der Hut und ließ kaum etwas zu – bis auf den Gegentreffer. Da war die Abwehr unsortiert und Orban schaltete zu spät, dass er keinen Gegenspieler hat und Leon Goretzka hätte im Rückraum verteidigen müssen, weil Lukas Klostermann hinten fehlte und Tyler Adams gegen Müller tief verteidigte. Ein kollektiver Sekundenschlaf von zwei, drei Abwehrspielern, der den Sieg kostete. Note: 2,5.

Dayot Upamecano: Tadellose Leistung des Franzosen in diesem für ihn schwierigen Spiel gegen seinen künftigen Klub. Spielte so, dass der Wechsel gar kein Thema war. Einmal ließ er Choupo-Moting zu einfach vorbei, doch sonst war für den Lewandowski-Ersatz beim Bollwerk „Upa” Schluss. Note: 2.


Lukas Klostermann:  Weil Angeliño und Marcel Halstenberg fehlten, musste Klostermann wieder einmal hinten links in der Viererkette aushelfen, wo er sicht sichtlich weniger wohlfühlt als auf Rechts. War beim Gegentor indisponiert, als er nicht schnell genug zurücklief und gegen Müller nicht auf dem Posten war, was Tyler Adams in der Rückraumsicherung nicht kompensieren konnte. Machte seine Sache gegen den quirligen Leroy Sané und gegen Müller sonst gut. Offensiv war es für ihn schwer, ohne starken linken Fuß mitzuspielen oder präzise zu flanken. Note: 3,5.


Tyler Adams: Fiel vor allem anfangs auf, als er höchst aggressiv Bälle eroberte. War dann beim Gegentor gegen Müller zu halbherzig und nicht nah genug am Mann. Dennoch eine leidenschaftliche Partie des Amerikaners, der auch am schönsten Angriff der Leipziger maßgeblich beteiligt war, als Dani Olmo knapp verzog (52.). Note: 3.


Marcel Sabitzer: Füllte alle seine Rollen aus. War Anführer und Taktgeber sowohl beim Gegenpressing als auch bei den Vorstößen Richtung Bayern Tor, sowie Antreiber seiner Kollegen: der Spiritus Rector eben. Hatte zwei große Chancen, RB mit einem Tor zurück ins Spiel zu bringen. Ein Seitfallzieher strich aber knapp am Tor vorbei (49.), ein Fernschuss aus gut 25 Metern lenkte Bayern-Keeper Manuel Neuer mit den Handschuhspitzen über die Latte (59.). Note: 2.

Christopher Nkunku: Guter Auftritt des jungen Franzosen. War an vielen RB-Angriffen beteiligt, überall zu finden, aber es fehlte die letzte große, zündende Idee. Bekam einmal einen möglichen Treffer von den Bayern nach einem Haidara-Pass vor den Fuß gespielt, legte den Ball aber aus der Bedrängnis am Tor vorbei (48.).  Note: 2,5

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Dani Olmo: Hatte die größten Torchancen des Spiels für RB auf dem Fuß,  verzog aber die erste ohne Not (52.) und hätte bei der zweiten, die er ans Außennetz setzte, besser ins Zentrum abgespielt, wo Nkunku frei gewesen wäre. Handelte sich dafür den Frust des Franzosen ein (53.). Note: 2,5.


Amadou Haidara: Ordentliches Spiel des Maliers auf der linken Flanke. Unterband die Vorstöße von Gegenspieler Benjamin Pavard und hatte ein paar gute Ballräuberaktionen, Torgefahr ging von ihm aber nicht aus. Note: 3.


Emil Forsberg: Kein besonders denkwürdiger Auftritt des Schweden, der sich in seiner Rolle als falscher Neuner im Sturmzentrum aufrieb und wenig Impulse gegen die bis zur Pause sattelfeste Abwehr der Bayern setzen konnte. Hatte eine Abschlussaktion, stand dabei aber im Abseits (19.). Musste in der Kabine für den schnellen Justin Kluivert weichen. Note 3,5.


Justin Kluivert (46.): Brachte viel Schwung ins Angriffsspiel der Sachsen, einfach durch reine Präsenz. Band mit seiner Schnelligkeit die linke Abwehrseite des Rekordmeisters zu Beginn von Hälfte zwei aufseiner Flanke und schuf somit Räume für Olmo und die nachrückenden Kollegen. Dribbelte sich aber häufig fest und kam zu keiner nennenswerten Torchance. Flankte einmal gefährlich auch Haidara, der Sabitzer bediente, dessen Seitfallzieher knapp am Tor vorbeiging. Note: 3.

(RBlive/ukr/hen)