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Von Matthias Kießling

RB Leipzig will im "Nullsummenspiel" gegen Hoffenheim drei Punkte einfahren

RB Leipzig empfängt die TSG 1899 Hoffenheim.

RB Leipzig empfängt die TSG 1899 Hoffenheim.

Viel dreht sich vor dem Spiel zwischen RB Leipzig und Hoffenheim um die Begegnung von Julian Nagelsmann mit dem Ex-Verein und um das erstmalige Aufeinandertreffen der Freunde Nagelsmann und Schreuder. So viel wurde dazu gefragt, dass dem TSG-Coach bei Sky ein "Das ist Leipzige gegen Hoffenheim und nicht Nagelsmann gegen Schreuder" herausrutschte.

Damit hat Alfred Schreuder, der Nachfolger von Julian Nagelsmann auf der TSG-Bank natürlich recht. Und jenseits der gern genommenen Geschichten von Nagelsmann, Schreuder und der TSG ist das Spiel zwischen Leipzig und Hoffenheim zuvorderst eben auch ein sportlich interessantes Duell. Denn mit der TSG kommt jene Mannschaft nach Leipzig, die in den letzten sieben Spielen mehr Punkte sammelte (16) als alle anderen Bundesligateams und auch zwei mehr als RB Leipzig (14).

Hoffenheim muss im Sommer einige Abgänge verkraften

Diese Serie von zwischenzeitlich fünf Siegen kam etwas überraschend, nachdem sich Hoffenheim zu Saisonbeginn bei nur fünf Punkten aus sechs Spielen sehr schwer tat. Das wiederum kam nicht ganz so überraschend, denn zusammen mit Julian Nagelsmann verlor Hoffenheim mit Joelinton, Demirbay, Schulz und Amiri erneut einige zentrale Stützen und hatte gerade in der Offensive zu Saisonbeginn einige Ausfälle zu verkraften.

Das zusammen mit einem Trainer, der der TSG in der Nagelsmann-Nachfolge einen etwas anderen Anstrich verpasste, das hatte viele Zutaten, die auch nachhaltig Misserfolg mit sich bringen hätten können. Nicht zuletzt dank guter Sommer-Transfers hat sich Hoffenheim allerdings recht schnell aus einer misslich werdenden Lage befreit und gehört nun wieder zu den Mannschaften, die als Kandidaten für einen Platz in einem europäischen Wettbewerb gelten. Auch wenn die letzten beiden Heimspiele mit insgesamt nur einem Punkt gegen Mainz und Düsseldorf eher Enttäuschungen darstellten.

Hoffenheim spielt unter Alfred Schreuder kontrollierter als unter Nagelsmann

Eine "etwas kontrolliertere" Spielweise hat Julian Nagelsmann beim Blick auf die TSG im Vergleich zur Zeit unter ihm ausgemacht. "Sie haben mehr Stabilität und Spieler hinter dem Ball und lassen nicht mehr so viel Raum hinter der Kette." Mit aller Vorsicht formuliert Julian Nagelsmann seine Erkenntnisse und will die neue Ausrichtung des Klubs nicht bewerten. Jeder Trainer arbeitet nach "eigenem Gusto" gibt sich Nagelsmann betont diplomatisch.

Teamvergleich RB Leipzig gegen TSG 1899 Hoffenheim

Teamvergleich RB Leipzig gegen TSG 1899 Hoffenheim

Fakt ist, dass Hoffenheim auch unter Alfred Schreuder über einige Qualität im Ballbesitz verfügt, diesen aber eher ruhig runterspielt. Dabei spielt man teilweise fast noch radikaler von hinten heraus als unter Nagelsmann. Da wird der Ball unter Druck solange auch unter Druck in der eigenen Hälfte hin- und hergepasst, bis sich die Lücke ergibt, um dann schnell und praktisch konternd nach vorn zu stoßen. Schlecht ausgeführtes und Lücken lassendes Pressing können die Hoffenheimer durchaus schnell bestrafen.

Hoffenheim mit Problemen in der Offensive

Während im defensiven Umschalten vor allem die Anzahl der Spieler hinter dem Ball für Qualität sorgt, setzt man im offensiven Umschalten auch weiterhin auf Geschwindigkeit. Gerade die Neuzugänge Ihlas Bebou oder Sargis Adamyan bringen diesbezüglich noch mal gute Qualität ein.

Trotzdem bleibt die Offensive so ein wenig das Problemfeld der Hoffenheimer. Gerade mal 18 Treffer konnte die TSG bisher erzielen. Halb so viele wie RB Leipzig. Dass Belfodil und Kramaric zusammen erst neun Einsätze hatten, erschwerte das offensive Auftreten. Vier Tore in vier Spielen zeigen, was Kramaric dem Team an zusätzlicher offensiver Durchschlagskraft mitgeben könnte. Dass die TSG im Herausspielen von Torschüssen und Torchancen nur Bundesliga-Mittelmaß ist, verweist aber auch darauf, dass die Statik des Teams ein wenig vom extremen Offensiv-Spektakel der Vorsaison, als nur die Bayern mehr Chancen und Torschüsse hatten, weggegangen ist.

RB Leipzig könnte Tabellenführer der Bundesliga werden

In Leipzig will Hoffenheim zeigen, dass man mutiger und besser Fußball spielen kann als zuletzt in den erfolglosen Heimspielen. Dabei trifft man auf einen Gegner, der die Tabellenführung übernehmen könnte, wenn im Parallelspiel Mönchengladbach nicht gegen Bayern gewinnt. So spät in der Saison stand RB Leipzig in der Bundesliga noch nie auf dem ersten Platz. Bisher war in der Premieren-Saison 2016/2017 unter Ralph  Hasenhüttl am 13. Spieltag der späteste Zeitpunkt. In den letzten beiden Spielzeiten sprang nie die Position an der Sonne heraus.

Für Julian Nagelsmann hat die Tabellenführung im Spiel gegen Hoffenheim allerdings keine direkte Relevanz, weil der Sprung an die Spitze nicht alleinig vom Spiel der Leipziger abhängt. Ein Sieg soll es unabhängig davon werden gegen eine Mannschaft, die er sehr gut kennt.  Das sei durchaus ein Vorteil für ihn, der allerdings dadurch aufgewogen wird, dass sie bei der TSG ihren Ex-Trainer auch sehr gut kennen. Beim daraus resultierenden "Nullsummenspiel" des gegenseitigen Kennens sollen für RB trotzdem drei Punkte rausspringen und im Fall der Fälle Bundesliga-Platz 1 mitgenommen werden. Die Fußball-Mathematik hat manchmal ihre eigene Logik, kann aber auch irgendwie recht einfach sein.

(RBlive/ mki)