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von Matthias Kießling

Schiedsrichterwatch: Sascha Stegemann bei RBL gegen FCB nur kurzzeitig unter Druck

Trotz einiger Diskussionen war Sascha Stegemann ein sicherer Schiedsrichter beim Aufeinandertreffen von RB Leipzig und Bayern München.

Trotz einiger Diskussionen war Sascha Stegemann ein sicherer Schiedsrichter beim Aufeinandertreffen von RB Leipzig und Bayern München.
Copyright: imago images / opokupix

Mit Sascha Stegemann durfte einer der jüngeren Schiedsrichter der Liga das Topspiel zwischen RB Leipzig und dem FC Bayern München leiten. Der 34-Jährige dürfte in den kommenden Jahren zur absoluten Spitze des deutschen Schiedsrichterwesens gehören und darf seit Anfang diesen Jahres auch internationale Spiele pfeifen.

Beim Spiel in Leipzig präsentierte sich Stegemann insgesamt als souveräner Spielleiter, auch wenn ihm zwischenzeitlich ein wenig der Unmut des Publikums entgegen schlug. Insgesamt zwölf Fouls ahndete er auf RB-Seite. Auf Bayern-Seite musste er nur viermal bei einem Vergehen eingreifen. Das unterschiedliche Verhältnis erklärt sich vor allem daraus, dass Bayern zu zwei Dritteln den Ball hatte und entsprechend seltener in einer defensiven Position agierte, aus der heraus es häufiger zu Foulspielen kommt.

Harte gelbe Karte gegen Marcel Halstenberg

Ein wenig Glück hatten in der ersten Hälfte Willi Orban und Konrad Laimer. Orban wurde nach einem deutlichen Haltevergehen, bei dem sich Coman nicht fallen ließ und Vorteil bekam, nur mündlich und nicht per gelber Karte verwarnt. Laimer kam mit zwei Fouls direkt nacheinander, eines davon durchaus taktischer Natur, durch.

Größerer Unmut kam im Rund auf, als in der 26. Minute Marcel Halstenberg und Robert Lewandowski jeweils gelb sahen. Für die Stadionbesucher ein deutliches Ungleichgewicht im Strafmaß. Während Halstenberg maximal leicht gehalten hatte (für ein deutlich schärferes Vergehen hatte Orban kurz zuvor kein Gelb gesehen), ging Lewandowskis Arm im Zweikampf in Halstenbergs Gesicht. Eine Aktion, die wenn eine deutlichere Schlagbewegung erkennbar gewesen wäre, auch zu einer roten Karte hätte führen können.

Insgesamt war die Entscheidung für Doppel-Gelb regeltechnisch vertretbar. In Bezug auf die Schiedsrichter-Taktik ließ die Entscheidung aber ein paar Fragen offen, weil in eine bis dahin ordentlich geleitete Partie Unruhe hereinkam. Das Publikum empfand es als unangemessen zwei sehr unterschiedliche starke Regelverstöße mit dem gleichen Strafmaß zu bemessen. Marcel Halstenberg war mit seiner gelben Karte auch nicht unbegründet unzufrieden. Ähnlich wie Jerome Boateng, der in der zweiten Halbzeit nach einem nicht sonderlich harten und auch nicht taktischen Foul gegen Werner ebenfalls mit viel Kopfschütteln die gelbe Karte sah.

Zwei letztlich korrekte Elfmeter-Entscheidungen von Sascha Stegemann

Besonders im Mittelpunkt stand Sascha Stegemann bei zwei Strafstoß-Entscheidungen. Nach 39 Minuten gab der 34-Jährige nach einem Kontakt zwischen Sabitzer und Hernandez Elfmeter für den FC Bayern München. Während Sabitzer erbost war, dass Stegemann in der Entstehung der Szene (korrekterweise) ein vermeintliches Foul an Klostermann nicht geahndet hatte, schaltete sich der Videoassistent ein und empfahl Stegemann den Gang an den Monitor.

Was im Stadion wie ein übermotiviertes Einsteigen und Foul von Sabitzer aussah, stellte sich am Monitor als korrektes Zweikampfverhalten heraus, bei dem Hernandez nach seinem Schussversuch Sabitzer am Bein trifft und nicht etwa andersherum. Entsprechend war die trotz Bayern-Unmut logische und richtige Entscheidung, dass Sascha Stegemann den Elfmeter zurücknahm.

In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit, die letzten Sekunden tickten schon von der Uhr, produzierte dann Thiago am eigenen Strafraum einen Fehlpass, den Timo Werner aufnahm und auf Yussuf Poulsen weiterspielte. Der Stürmer stellte für die Ballmitnahme seinen Fuß in die Passbahn. Genau dieses Bein räumte Hernandez mit einem übermotivierten Einsatz ab. Stegemann entschied sofort auf Strafstoß und auch der Videoassistent hatte gegen die Entscheidung richtigerweise nichts einzuwenden.

RB Leipzig gegen Bayern München in der zweiten Hälfte ohne Schiedsrichter-Aufreger

Zwei richtige Entscheidungen bei Strafstößen kurz hintereinander. Dabei eine potenzielle Fehlentscheidung durch den Eingriff des Videoassistenten verhindert. Das schien Stegemanns Spielleitung nach der Pause noch mal richtig gut zu tun. Bis auf die zweifelhafte gelbe Karte gegen Boateng hatte der Schiedsrichter eine klare Linie, ließ tendenziell bei Körperkontakten mehr laufen als noch in der ersten Halbzeit und brachte die hin- und her wogende Partie souverän und ohne Probleme zu Ende.

Aufregung gab es kurz vor Schluss noch mal, als Stegemann einen Freistoß für den FC Bayern am RB-Strafraum pfiff. Über die Szene wäre nach dem Spiel vielleicht intensiv diskutiert worden, wenn der Kopfball von Süle im Anschluss an den Kimmich-Freistoß im Tor gelandet wäre. Da der Ball knapp am Tor vorbeiging bestand kein Diskussionsbedarf. Faktisch lag Stegemann mit seinem Freistoßpfiff absolut richtig. Wie bei großen Teilen seiner Entscheidungen in diesem Spiel bis auf eine in Ansätzen unglückliche Phase Mitte der ersten Halbzeit.



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