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"So kommen wir nicht voran!" Die Stimmen zum Spiel

Nachdenklich in Freiburg: RB-Trainer Julian Nagelsmann

Nachdenklich in Freiburg: RB-Trainer Julian Nagelsmann
Copyright: Imago/Jan Huebner

Das vierte Ligaspiel ohne Sieg infolge - und eine 1:2-Niederlage trotz langer Überlegenheit: Das schlug den Spielern von RB Leipzig und Trainer Julian Nagelsmann nach der Partie beim SC Freiburg mächtig aufs Gemüt. Und es brachte den Trainer dazu, erstmals den Druck zu erwähnen, der jetzt für ihn zunehme.

Das waren die Stimmen nach dem Spiel:

Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig): "Wir haben heute für eine Mannschaft, die nicht Bayern München oder mit Abstrichen Borussia Dortmund heißt, ein klassisches Spiel nach einer Champions-League-Partie unter der Woche gesehen. Wir haben es 37, 38 Minuten lang gut gemacht, auch wenn wir nicht extrem viele Chancen herausgespielt haben. Wir haben das Spiel kontrolliert und sind immer mal wieder in die Box gekommen, obwohl die Räume sehr eng waren, weil Freiburg teilweise mit sieben, acht Spielern verteidigt hat. Und dann haben wir vor der Zeit die Halbzeitglocke gehört und das Spiel eingestellt und in diesen noch fehlenden Minuten haben wir das Spiel verloren. Nach der Pause war es sehr schlecht. Wir waren sehr träge in der Box, haben körperlich nachgelassen und von der Bank haben wir den Punch nicht mehr entwickelt. Das war nicht gut. Es wirkte so, als wäre der eine oder andere etwas beleidigt. Das hat etwas mit Haltung zu tun. So kommen wir nicht voran. Wir spielen nicht so gut, wie wir uns das vorstellen. Der Druck, der eh schon für mich da war, ist jetzt nicht kleiner geworden."

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Es war extrem schwierig. In den ersten 30 Minuten sprach alles für Leipzig. RB war sehr ballsicher, hat es in den engen Räumen sehr gut gemacht. Wir haben aber überragend verteidigt und wir machen ein sehr schönes Tor vor der Pause. Zweite Halbzeit haben wir gut gespielt. Leipzig hatte ein schwieriges Champions-League-Spiel, das ist keine Frage. Aber wir haben auch keinen Konter zugelassen. Wir haben sehr viel investiert und hatten das nötige Glück, um zu gewinnen."

Willi Orban (Kapitän RB Leipzig): "In der ersten Hälfte hatten wir einen guten Spielvortrag, aber nur bis zum entscheidenden letzten Drittel. Das war ab da zu wenig, wir waren nicht torgefährlich genug. Uns fehlt momentan der Tiefgang, der Spielwitz, die Dynamik. In der 2. Hälfte wollten wir es zu schnell drehen und haben Hektik reingebracht und Struktur verloren. Wir hätten noch ewig weiterspielen können, hätten es aber nicht verdient, das Spiel nochmal zu drehen. Wir müssen jetzt schauen, dass wir unser Spiel weiterentwickeln und sachlich bleiben."

Marcel Halstenberg (Spieler RB Leipzig): "Wir haben gegen Ende der 1. Halbzeit nicht mehr aktiv genug verteidigt. So haben wir das Gegentor gekriegt. Und wir haben gesehen, wenn man gegen eine Mauer von elf Spielern ankämpft, dass es hier sehr schwer wird, Tore zu machen. Wir haben viel versucht, durch die Mitte, über Außen, mit langen Bällen, aber es war nicht ausreichend, um zu gewinnen. Wir sind enttäuscht."

Lukas Klostermann (Spieler RB Leipzig): "Wir haben es nicht geschafft, unsere Überlegenheit effektiv in Tore umzumünzen. Wir hatten gerade in der 1. Halbzeit viele gute Ansätze, wo wir es geschahft haben, zu verlagern wie vorgestellt. Aber wir waren einfach nicht torgefährlich genug. Die Situation in der Liga ist jetzt natürlich schwierig. Aber ich finde, dass die Ergebnisse nicht immer unsere Leistung widerspiegeln. Ich glaube, dass wir in kaum einem Spiel die deutlich schlechtere Mannschaft waren. Aber das bringt uns natürlich nicht viel."

(RBlive/mhe)

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