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Von Martin Henkel

Spätes 2:2 gegen Paris Champions-League-Aus für RB Leipzig – Platz drei noch greifbar

Treffer per Kopf: Christopher Nkunku trifft für RB Leipzig gegen seine Ex-Kollegen von Paris St. Germain.

Treffer per Kopf: Christopher Nkunku trifft für RB Leipzig gegen seine Ex-Kollegen von Paris St. Germain.

Viel Aufwand, und endlich mal eine Art Ertrag: Nach Führung und Rückstand trennte sich RB Leipzig Mittwochabend in der Champions League daheim von Paris St. Germain 2:2 (1:2). Die Sachsen bleiben damit im Rennen um Rang drei der Gruppe, denn dieser erste Punkt eröffnet bei zwei ausstehenden Spielen in Brügge und zu Hause gegen Manchester City noch alle Chancen, wenigstens in der Europa League zu überwintern.

Christopher Nkunku hatte den Bundesligisten in Führung gebracht (8.), Georginio Wijnaldum glich aus (21.) und traf auch zum 2:1, eher RB mit einem Foulelfmeter durch Dominik Szoboszlai in der Nachspielzeit verdient ausglich (90.+2).

Silva vergibt vom Punkt gegen Donnarumma

Trainer Jesse Marsch hatte für dieses zweite Treffen mit dem Starensemble von der Seine, dem zuvor Lionel Messi verletzt abhandengekommen war, eine Elf aufgestellt, die der beim unglücklichen 2:3 in Paris vor zwei Wochen bis auf eine Position glich. Emil Forsberg spielte anstelle von Amadou Haidara.

RB war damit zu Beginn genauso gut vor 14 Tagen. Mehr noch, die Sachsen gingen diesmal in Führung: Nkunku verwertete früh eine Flanke von Andre Silva per Flugkopfball zum 1:0. Und hätte vier Minuten später der Vorbereiter die Nerven behalten, wer weiß, welche Richtung das Aufeinandertreffen genommen hätte. Silva aber schoss einen an ihm verschuldeten Foulelfmeter in die Hände von PSG-Keeper Gianluigi Donnarumma (12.).

Schauspieleinlagen bei jeder Körperberührung

Ein 2:0 hätte die Franzosen um die Topstars Neymar, Kylian Mbappé und Angel Di Maria vielleicht aus der Ruhe bringen können. So aber zogen sie ihr gewohntes Programm durch. Schauspielerten bei jeder Körperberührung, ließen die Sachsen kombinieren, vertrauten auf ihre individuelle Klasse und lauerten auf Konter. Der Plan ging zwei Mal auf. Einen ersten Konter verwertete Wijnaldum nach Pass von Mbappé zum Ausgleich (21.), kurz vor der Pause köpfte der Niederländer den Ball zum 2:1 ins Leipziger Netz (39.).

Es war an dieser Führung Weniges verdient, aber danach fragt im Fußball ja keiner. RB hatte seinen vielen Platz und eine Reihe guter Chancen nicht genutzt. Silva schoss einmal Donnarumma an (12.), Laimer zielte aus guter Position vorbei (14.), Nkunku ballerte eine Vorlage von Silva aus wenigen Metern übers Torkreuz (17.).

Kimpembe stößt Nkunku um

Gegen Ende der ersten Hälfte schien dem Bundesligisten die Puste auszugehen. Marsch reagierte deshalb in der Kabine und brachte Haidara für Abwehrchef Willi Orban. Es blieb aber lange beim gleichen Schauspiel: RB bemühte sich um den Ausgleich, vertändelte seine letzten Pässe jedoch, während PSG konterte. Zum Glück für RB zielte Mbappé zwei Mal schlecht, sodass ein erster Schuss über das Tor strich und einen zweiten RB-Keeper Peter Gulacsi parierte (52., 64.).

Im Gegenzug scheiterte Angeliño mit zwei Schüssen an der Pariser Hintermannschaft. Die Chance war sinnbildlich für RB. Auch Laimer blieb an einem Schienbeinschoner kurz darauf hängen (69.), ebenso der zuvor eingewechselte Dominik Szoboszlai, der frei vorm Tor aus elf Metern neben das Tor schoss (72.). Diesmal aber hatte der viele Aufwand ein gutes Ende. Nachdem Presnel Kimpebme Nkunku im Strafraum umgestoßen hatte, verwandelte der Ungar zum verdiente 2:2. (RBlive/hen)