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Von Martin Henkel

Von Fortuna verlassen RB Leipzigs Spieler in der Einzelkritik

Kaum zu glauben: Olmo, Schick und Poulsen (v.l.) nach dem 1:3 in Frankfurt.

Kaum zu glauben: Olmo, Schick und Poulsen (v.l.) nach dem 1:3 in Frankfurt.

Halstenberg zuckt die Hand an den Ball, Angelino ist nicht Marcelo Saracchi und Dani Olmo sammelt Argumente f├╝r seinen ersten Startelfeinsatz. Die Einzelkritik nach dem 1:3 (0:1) im DFB-Pokal-Achtelfinale bei Eintracht Frankfurt:

Yvon Mvogo: Dritter Einsatz f├╝r den Schweizer im DFB-Pokal. War nicht sein bester. Zeigte zu Beginn Nerven, als er einen R├╝ckpass von Halstenberg ins Aus trudeln lie├č, bekam sich aber in den Griff und holte eine Lehrbuchparade aus seinem Repertoir, als Hinteregger aus f├╝nf Metern unbedr├Ąngt auf seinen Kasten k├Âpfte. Note: 3.


Lukas Klostermann: Ehret den Lukas! Klostermann durfte wieder in seine alte Rolle des Rechtsverteidigers schl├╝pfen und bedankte sich bei seinem Coach mit einer soliden Leistung. Die allerdings wurde von dem Umstand geschw├Ącht, dass Filip Kostic zwei Treffer gelangen - "Klostis" Gegenspieler auf der rechten beziehungsweise linken Flanke. Note: 3.


Dayot Upamecano: Gegen Gladbach war es Klostermann, gegen Frankfurt "Upa": ein Fehlpass im Aufbauspiel mit beklagenswerter Wirkung. Rode fing den Ball ab, schob ihn Kostic vor die F├╝├če, der traf zum 0:2. Nagelsmann gab sp├Ąter zu, dass seinem Abwehrspieler langsam die Kr├Ąfte ausgehen. Brachte es nur auf eine Zweikampfquote von 46 Prozent. Ersatz von vergleichbarem Format ist ja aber gerade nicht vorhanden. Note: 4.


Marcel Halstenberg: Jeder darf mal patzen bei RB. Gegen Frankfurt war "Halste" an der Reihe. Zuckte bei einer Flanke der SGE mit dem Handschuh an den Ball - Elfmeter. War ansonsten auff├Ąlliger als in den Spielen zuvor, was daran lag, dass er als Innenverteidiger st├Ąrker ins Aufbauspiel eingebunden war. Highlights aber gab es keine. Note: 3,5.


Angelino: Deb├╝t f├╝r den Spanier im RB-Dress. So viel lie├č sich dabei beobachten: Der Leihspieler von Manchester City hat einen feinen linken Fu├č, flankt gern, geht (noch) ungern ins Dribbling. Bereitete mit seinem Pass auf Werner das 1:2 seines Landsmannes Olmo vor und lie├č durchblicken, dass er auf der Linksverteidiger-Position die bessere Ausgabe seines Vorg├Ąngers Marcelo Saracchi ist. Note: 2,5


Konrad Laimer: Durfte in der Raute diesmal allein den Raum zentral vor der Abwehr h├╝ten. Zeigte sich im Gegensatz zu den vergangenen Spielen formverbessert, leidet offensichtlich aber immer noch darunter, dass sein Sechser-Buddy Diego Demme nach Neapel entschwunden ist. Lie├č einmal sein Wuselpotenzial aufblitzen, als er sich in den Frankfurter Strafraum dribbelt. Hintereggers Fu├č stand einem Treffer im Weg. Note: 3.


Amadou Haidara: Bekam von seinem Trainer die n├Ąchste Gelegenheit, sein Potenzial zu entfalten. Lie├č die Fl├╝gel wieder aber eingeklappt und musste daf├╝r in der Kabine unter die Dusche. Hatte vor dem 0:1 die Chance auf den F├╝hrungstreffer, verzog seinen Schuss aber knapp. Note: 4.


Christopher Nkunku: War der beste Mann auf Seiten von RB bis zur Pause. War jederzeit anspielbar, nur schwer vom Ball zu trennen und riss durch seine Drbllings immer wieder L├Âcher ins Frankfurter Bollwerk. Was ihm allerdings immer noch nicht gelingt: der ber├╝hmte t├Âdliche Pass. Note: 2,5.


Marcel Sabitzer: Wie Upamecano wirkt auch der ├ľsterreicher leicht ├╝berspielt. Blieb als zentraler Scharnierspieler zwischen Abwehr und Angriff weitgegend wirkungslos. Note: 3,5.


Patrik Schick: Ist ein Sinnbild daf├╝r, wie Leipzigs St├╝rmer von Fortuna gerade im Stich gelassen werden. Klaute in der 10. Minute Hasebe in Piratenmanier den Ball vom Fu├č und stand pl├Âtzlich frei vor Trapp. Vor der Winterpause w├Ąre der anschlie├čende Schuss reingegangen, stattdessen landete er an der Brust des SGE-Keepers. Note: 3.


Yussuf Poulsen: Stand zum ersten Mal seit dem 3:3 gegen Dortmund Mitte Dezember wieder in der Startelf. Bekam aber keinen Fu├č in die Partie. Blieb ohne Torschuss und hatte nur 41 Ballkontakte. Note: 3,5.


Dani Olmo: Zweiter Einsatz f├╝r RB, erstes Tor. Wirkte nach seiner Einwechslung in der Pause wie ein Tonikum f├╝r die mental angeschlagenen Mitspieler. Hatte einen weiteren Treffer auf dem Schuh, verzog seinen Schuss aber um Zentimeter. Ist auf dem besten Weg zu seinem ersten Startelfeinsatz. Note: 2.


Timo Werner: Wurde als ├ťberraschungsei f├╝r Frankfurts Trainer Adi H├╝tter von Nagelsmann auf der Bank versteckt. Ein duchaus verwegener Schachzug seines Trainers, der den 25-Tore-St├╝rmer erst in der 61. Minute aus seinem Versteck holte. Hob vor dem 1:2 entscheidend das Bein, um den Angelino-Pass auf Olmo durchzulassen und hatte das 2:2 vor dem Fu├č. Setzte den Ball aber unbedr├Ąngt und aus zehn Metern neben das Tor. Note: 3.

(RBlive/mhe)

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