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Vorschau auf Wolfsburg: Gradmesser für Leipzigs Kreativabteilung

Technisch beschlagener Riese: Wolfsburgs Stürmer Wout Weghorst

Technisch beschlagener Riese: Wolfsburgs Stürmer Wout Weghorst
Copyright: Imago/Joachim Sielski

Julian Nagelsmann wollte sich am fünften Spieltag selbst von der Qualität des VfL Wolfsburg überzeugen. Gemeinsam mit Co-Trainer Robert Klauß setzte sich RB Leipzigs Trainer ins Auto und fuhr die gut 200 Kilometer in die VW-Stadt, um den VfL beim 1:1 gegen seinen Ex-Klub TSG Hoffenheim zu beobachten. Zwei Fliegen mit einer Klappe sozusagen.

Und Nagelsmann beeindruckte, was er gesehen hat. Vor dem Duell gegen die „Wölfe” an diesem Samstag (15.30 Uhr) geriet der RB-Trainer angesichts der Tugenden des Tabellenzweiten regelrecht ins Schwärmen: „Sie haben eine außergewöhnliche Mentalität, haben hohe Laufbereitschaft, pressen immer wieder hoch, verteidigen mutig und aggressiv, haben gutes Gegenpressing und ein geradliniges Spiel nach vorn.”

Nagelsmann: Weghorst mit „kleinen, giftigen Spielern” bearbeiten

In zahlreichen Statistiken zeigt sich die Handschrift des neuen Trainers Oliver Glasner bereits. Hinter dem FC Schalke hat der VfL die meisten Zweikämpfe gewonnen (757), hinter RB sind sie am viertmeisten gelaufen (824,4 Kilometer), haben die zweitmeisten Sprints angezogen (1625) und sind das drittbeste Team hinsichtlich den intensiven Läufen (5042). Eigentlich alles typische Werte für Red-Bull-Fußball, den die Wolfsburger nun unter dem Österreicher kopieren. Erst vier Gegentore ließen Keeper Koen Casteels und Ersatztorhüter Pavao Pervan zu – so wenig wie kein anderes Team der Liga. Dass Wolfsburg in allen 19 Spielen unter Glasner inklusive Test noch keine einzige Niederlage hat hinnehmen müssen, spreche für sich, so Nagelsmann.

Dazu komme „die körperliche Präsenz, sowohl im Spiel als auch bei Standardsituationen. Das ist nicht so einfach wegzuverteidigen”, warnt der RB-Chefcoach. Nicht nur physisch, sondern auch was seine Bedeutung für das Werksteam generell angeht, sticht Stürmer Wout Weghorst heraus. Nicht nur seiner fünf Saisontore wegen. Nagelsmann betonte, dass seine Mannschaft den Niederländer nur im Kollektiv verteidigen könne.

Es geht darum, Flanken auf ihn zu verhindern, viel wegzublocken
Julian Nagelsmann

„Er ist kein klassischer Stoßstürmer, der nur in der Box parkt, sondern er zieht sich ins Mittelfeld oder schwirrt auf dem Flügel herum, ist stark im Kombinationsspiel und hat eine sehr gute Technik”, so der RB-Trainer. „Es geht darum, Flanken auf ihn zu verhindern, viel wegzublocken.” Um den 1,97-Meter-Mann in der Aktion zu stoppen, will Nagelsmann ihn auch mit „kleinen, giftigen Spielern” bearbeiten, „die ihm zwischen den Beinen durchlaufen, um ihm Bälle zu klauen”. Klingt nach einem Spezialjob für Diego Demme.

Auf RB wird ein ähnliches Spiel wie gegen Schalke zukommen, mit einem extrem gut organisierten Gegner, der die Leipziger mal sehr hoch, mal tiefer anläuft, und mit viel Mentalität auf Balljagd geht. Die Gastgeber werden mehr Ballbesitz haben als ihnen lieb ist und benötigen daher mehr Kreativität im Spielaufbau als zuletzt. Dass Spielmacher Kevin Kampl wieder einsatzfähig ist, ist ein Vorteil für RB, da er gegen die pressenden Wolfsburger genau der richtige, ballgewandte und strategisch dringend benötigte Dirigent ist, um das RB-Spiel bei Ballbesitz zu orchestrieren. Insofern ist die Partie gegen Wolfsburg auch ein Gradmesser dafür, wie weit RB schon im Spiel mit dem Ball ist.

(RBlive/ukr)

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