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von Martin Henkel ,  Ullrich Kroemer

Werner trifft mit dickem Zeh, Gulacsi patzt doppelt: Die Spieler in der Einzelkritik

Jubelfaust: Timo Werner glÀnzte auch gegen die TSG Hoffenheim.

Jubelfaust: Timo Werner glÀnzte auch gegen die TSG Hoffenheim.
Copyright: imago/Jan Huebner.

RB Leipzig beherrschte Hoffenheim beim 3:1 (1:0) bis auf die 20 Minuten zum Ende der ersten Halbzeit. Die Spieler in der Einzelkritik:


Peter Gulacsi: Bei seiner RĂŒckkehr ins Leipziger Tor leistete sich Peter Gulacsi, dessen zweiter Vornahme eigentlich Konstanz lautet, zwei dicke Patzer. Zum Ende der ersten HĂ€lfte schaufelte er den Ball direkt auf Andrej Kramaric, Dennis Geiger setzte die hundertprozentige Chance an den Pfosten (39.). Beim 3:1 tauchte der Ungar unter dem Ball durch (89.). Ungewohnte Unsicherheiten nach der Verletzungspause. Note: 4,5.


Lukas Klostermann: Eine defensiv solide, offensiv unauffĂ€llige Partie des Linksverteidigers, der bei RB deutlich zurĂŒckgezogener agiert als in der Nationalelf. AuffĂ€llig war, wie der Westfale das 1:0 mit seinem Pass auf Patrik Schick einleitete, der dann fĂŒr Timo Werner vorbereitete (11.). Note 3.


Stefan Ilsanker: Eine fehlerlose Leistung des Routiniers, der seine athletischen Geschwindigkeitsnachteile durch gutes Stellungsspiel und Geschwindigkeit im Kopf wettmachte. Wenn Kramaric oder Sargis Adamyan anzogen, riss „Ilse” explosive 20-Meter-Sprints ab und warf sich in der zweiten HĂ€lfte auch wieder mit einem Defensiv-Diver in Ball und Laufweg des Gegners und lenkte SchĂŒsse ins Toraus. Überzeugend! Note 2.


Dayot Upamecano: Leipzigs AbwehrhĂŒne bildete gemeinsam mit Ilsanker ein Bollwerk. Wie er Gegner an sich Abtropfen ließ, sorgte fĂŒr Szenenapplaus im Stadion. Gewann die meisten ZweikĂ€mpfe (19) bei RB und gehörte zu den besten Leipzigern. HĂ€tte in der ersten HĂ€lfte per Kopf nach Ecke sogar selbst treffen können. Note 2.


Marcel Halstenberg: Agierte genau wie Klostermann defensiv zuverlĂ€ssig, aber nach vorn lief zu wenig ĂŒber Halstenbergs Seite. Note: 3.


Diego Demme: Eine Halbzeit gut, eine Halbzeit ein bisschen weniger als gut. Dreht sich mittlerweile wie eine Ballerina aus engen Situation und ist Zielspieler fĂŒr das Aufbauspiel nach Ballgewinnen geworden. Auffallend, wie gut er Situationen auch bei Gegnerdruck auflöst. Aktuell konkurrenzlos in seiner Rolle als BallrĂ€uber und Edeltechniker. Note 2,5.


Konrad Laimer: Wurde von Demme abgelaufen und aus seiner Rolle als Edeldieb fremder BÀlle verdrÀngt. War gegen Hoffenheim weniger sichtbar als zuletzt, aber prÀsent, wenn es Löcher zu stopfen galt.
Note 3.


Marcel Sabitzer: War mehr mit schlecht stehenden Grashalmen beschĂ€ftigt, als mit seiner Aufgabe, dem Trainer als Er-macht-was-man-ihm-sagt-Spieler zu gefallen. Legte seinen ganzen Frust in den Abpraller von Christopher Nkunkus Schuss zum 3:0, der den Eindruck abmildert, dass der Österreicher schon mal besser drauf war. Note 3.


Emil Forsberg: Raketenstart des Schweden, der in den ersten zwei Minuten an zwei Torchancen beteiligt war. Fiel danach in ein Zwischenkoma wie sÀmtliche Kollegen aus der Offensive, erholte sich aber in der Pause und rundete seinen Auftritt durch einen telegenen Schlenzer ab, bevor er wenig spÀter unter die Dusche durfte. Note 3.


Timo Werner: Ist nur noch einen Schritt vom Zwischenlager auf dem Weg zum Gipfel seines Bundesligadaseins entfernt: der Auszeichnung als bester SchĂŒtze der Saison. Trifft trotz dicken großen Zehs, der ihm beim Torschuss vor dem Spiel angeschwollen war, doppelt und hat jetzt nur noch einen Treffer weniger als Robert Lewandowski (16). Trainer Nagelsmann war dennoch nur halb zufrieden, denn Werner hĂ€tte auch sieben Tore schießen können. Ließ nĂ€mlich nicht nur fĂŒnf Großchancen liegen, sondern agierte auch bei einigen Laufwegen nicht so, wie der Trainer sich das vorstellt. Dennoch natĂŒrlich Leipzigs unumstrittener Sieggarant. Note 1,5.


Patrik Schick: Entwickelt sich immer mehr zum Edelmann in Leipzigs Offensivspiel. Sein elegantes Zusammenspiel mit Timo Werner vor dem 1:0 hĂ€tte auch in jede Oper gepasst. Mitte der zweiten Halbzeit hatten die Gegner aber raus, wie sein linker Fuß funktioniert. Danach stumpfte die Waffe zusehends ab. Note: 2,5.


Yussuf Poulsen: Wirkt irritiert von Schicks Eleganz. Versuchte es deshalb nach seiner Einwechslung (61.) erst mit Finesse, nach einem verunglĂŒckten RĂŒckfallzieher holte er die dĂ€nische Keule raus, die er weit besser beherrscht. Wird sich nach seiner Verletzung wohl vorerst mit der Rolle als Ergebnissicherungsspieler anfreunden mĂŒssen. Note: 3,5.


Christopher Nkunku: Brachte nach seiner Einwechslung Schwung und sorgte fĂŒr Torgefahr. Der Franzose erspielte sich gleich drei große Torgelegenheiten. Nach einem Schlenzer (73.) und einem Nachschuss nach Werner-Abschluss (80.) bereitete er das 3:0 vor. Oliver Baumann faustete seinen Schuss vor die FĂŒĂŸe von Sabitzer (83.). Kurzer, aber erneutr glĂ€nzender Einsatz. Nur ein Tor fehlt Nkunku, um sich fĂŒr seine Leistungen in den vergangenen Spielen zu belohnen. Note: 2,5.

(RBlive/ukr/mhe)

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